Amazon Deutschland will auch Nahrungsmittel und Medikamente verkaufen

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von fgr@netzwoche.ch
Amazon Deutschland plant die Ausweitung des Sortiments nach Vorbild der US-Mutter. Dies sagte Ralf Kleber, Geschäftsführer von Amazon Deutschland, der Wirtschaftszeitung Euro am Sonntag. Amazon Deutschland bietet derzeit 13 Produktkategorien, in den USA sind es deren 36, darunter auch Lebensmittel. Denkbar sei die Einführung von Autozubehör und -ersatzteilen, Bekleidung und Nahrungsmittel, so Kleber. Den Anfang will Amazon Deutschland mit dem Online-Verkauf von Medikamenten machen, der derzeit geprüft werde, so Kleiber. Dieses Geschäft ist äusserst lukrativ: Die niederländische Online-Versandapotheke DocMorris, die europaweit tätig ist, hat ihren Jahresumsatz nach eigenen Angaben 2006 um 17,1 Prozent auf 178 Millionen Euro steigern können. Amazon gerät derzeit an der Börse zunehmend unter Druck, weil Analysten davon ausgehen, dass das Weihnachtsgeschäft schwächer ausgefallen ist als erwartet. Am Freitag etwa sahen Analysten von Prudential Anzeichen für ein enttäuschendes viertes Quartal: Verschiedene Buchhändler hätten Umsatzrückgänge gemeldet und das US-Internetforschugnsunternehmen Comscore habe ein nur schwaches Besucherwachstum auf den Amazon-Sites gmesssen. Amazon will seine Zahlen voraussichtlich am 1. Februar veröffentlichen.
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