Amerikanische Softwarefirma fordert 2,2 Milliarden Dollar Schadenersatz von chinesischer Regierung
Die amerikanische Softwarefirma Solid Oak Software hat unter anderem die chinesische Regierung auf 2,2 Milliarden US-Dollar Schadenersatz verklagt. Weitere Beklagte sind die Firmen "Zhengzhou Jinhui Computer System Engineering Ltd." und "Beijing Dazheng Human Language Technology Academy Ltd." sowie die sieben Computerhersteller Sony, Lenovo, Toshiba, Acer, Asustek, BenQ und Haier.
Grund der Klage ist der angebliche Diebstahl von etwa 3000 Zeilen Code aus dem Programm Cybersitter der Amerikaner. Die Beklagten hatten den Code für das Programm Green Dam, ein staatliches Blockadeprojekt, verwendet beziehungsweise diese Software auf von ihnen verkauften Computern installiert. Die Software wurde den Chinesen im Frühjahr 2009 von der eigenen Regierung zwangsverordnet, um Minderjährige vor Pornografie und anderen für sie schädlichen Inhalten zu schützen.
Solid Oak bemerkte damals sehr schnell eine grosse Ähnlichkeit zum eigenen Produkt und konnte auch eigene Programmteile identifizieren. In Folge wurden dann auch noch Cybersitter-Blacklists sowie eine Pressemitteilung von Solid Oak aus dem Jahr 2004 in Green Dam gefunden.
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