Big Brother Awards: Die ICT ist immer dabei

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Vergangenen Samstag ging im alternativen Berner Kulturzentrum Reithalle die Verleihung der vierten Schweizer Big Brother Awards über die Bühne. Sie verdeutlichten einmal mehr, wie sehr die Informations- und Kommunikationstechnologien mit der Thematik Datenschutz und Privatsphäre verknüpft sind – in negativem wie positivem Sinn. So wurde mit Orange ein Unternehmen der ICT-Branche mit einem Betonpokal in der Kategorie Business ausgezeichnet. "Gewürdigt" wurde damit der Unterhalt geheimer Mitarbeiterfichen. Den Preis in der Kategorie "Kommunikation" geht an den Waadtländer Untersuchungsrichter Jean Treccani, der zur Verbrechensaufklärung eine Rasterfahndung von Mobiltelefonierern angeordnet hatte. Da sich die drei Schweizer Mobilprovider jedoch geweigert hatten, der Aufforderung nachzukommen, liegt der Fall nun vor dem Bundesgericht. Den positiv belegten Winkelried-Award für den Einsatz gegen Überwachung erhielten gleichermassen die Webkünstlerin Anina Rüst für ihren Bösewichte-Generator, Rebekka Salomé für die Aufdeckung einer geheimen Kundendatenbank bei der Winterthur-Versicherung und Daniel Costantino, der als erster den umstrittenen (und in der Kategorie "Staat" prämierten) Rekruten-Fragebogen des VBS veröffentlichte – im Internet.