Bund senkt Swisscom-Anteil – Swisscom-CEO erwartet, dass Privatisierungspläne aufgenommen werden
Der Bund hat seinen Anteil an Swisscom im laufenden Jahr auf 52 Prozent gesenkt, wie das Eidgenössische Finanzdepartement (EFD) gemäss AP heute Mittwoch bekannt gab. Insgesamt hat der Bund 1'593'764 Swisscom-Aktien im Schnitt zu einem Kurs von 473,30 Franken veräussert und somit 750 Millionen Franken an ausserordentlichen Einnahmen erzielt. Dieser Abbau entspricht laut EFD der Absicht des Bundes, den Anteil am Telekommunikationskonzern mittelfristig und unter Berücksichtigung der Marktverhältnisse auf das Niveau von 50 Prozent plus eine Aktie zu senken.
Wie Swisscom-CEO Carsten Schloter heute Vormittag gegenüber der Presse sagte, erwartet Swisscom, dass die Privatisierungspläne nach den Parlamentswahlen im nächsten Jahr wieder aufgenommen werden könnten. Eine volle Privatisierung hält Schloter aber für unwahrscheinlich, eine Teilprivatisierung sei auf lange Sicht zu erwarten.
Nach langen Diskussionen hatten National- und Ständerat im Juni 2006 die Vorlage, Swisscom vollständig zu privatisieren, abgelehnt.
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