Cablecom Hispeed sagt ADSL den Kampf an

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Cablecom erhöht die Kapazitäten der Hispeed-Internetanschlüsse massiv. Neu wird das 300/100-Abo (Kbit, Download/Upload) über eine Kapazität von 1000/200 verfügen, und das ehemalige 600/200-Abo über eine Kapazität von 2000/400. Dieses Service-Upgrade bedeutet eine Verdreifachung der bisherigen Download-Geschwindigkeiten und eine Verdoppelung der Upload-Kapazität. Zudem werden die Abonnementspreise fürs Hispeed-Internet leicht gesenkt. Das neue 1000/200-Angebot kostet 60 Franken (als 300/100 kostete es 64 Franken), das 2000/400-Abo kostet 75 Franken (bisher 80 Franken). Die bisherige 128/64-Kbit-"Light"-Abo für 40 Franken bleibt bestehen, wird aber ergänzt um ein neues Angebot von 500/100 Kbit für 45 Franken. Der für die Konsumenten sehr grosszügige Ausbau der Kapazitäten ist eine Reaktion des grössten Kabelnetzbetreibers der Schweiz auf den rasanten Anstieg der ADSL-Anschlüsse. Mitte Jahr gab es in der Schweiz je rund 320'000 Kabel- und ADSL-Anschlüsse, nachdem die Kabelanschlüsse historisch bedingt lange in Front gelegen hatten. Seither liegt ADSL im Rennen um die Breitband-Surfer vorn. Cablecom-COO Rudolf Fischer rechnet damit, dass die Marktanteile fürs Breitbandsurfen bis in zwei Jahren verteilt sein werden. Sein Unternehmen verfügt zurzeit über 190'000 Hispeed-Kunden. Anfang des Jahres sind es 136'000 gewesen. Insgesamt hat Cablecom 1,5 Millionen Kunden. Von den Anschlüssen sind 1,1 Millionen hispeed-tauglich. Wie Bluewin, der grösste ADSL-Anbieter in der Schweiz, auf die Marktavance von Cablecom reagieren wird und kann, hängt von Swisscom Wholesale ab, so Bluewin-Sprecherin Melanie Schneider. Swisscom ihrerseits wird die Entwicklung erst einmal beobachten, und bei Bedarf reagieren, erklärte Swisscom-Sprecher Christian Neuhaus. Wie eine solche Reaktion aussehen könnte, sei zurzeit noch offen. Immerhin liefern die neuen Angebote von Cablecom Swisscom argumentative Munition in einer anderen Sache: "Die neuen Hispeed-Angebote zeigen, dass die Konkurrenz auf der letzten Meile hart ist", so Neuhaus.