Cebit: Freenet macht Blackberry auch für Private erschwinglich
Für den Netzwocheticker schreibt Blogger und derzeit Cebit-Besucher Peter Hogenkamp täglich über seine Eindrücke:
Freenet ist ein mittelgrosser deutscher ISP, der früh auf VoIP als zusätzliches Zugpferd gesetzt hat. Soeben hat das Unternehmen mit der in Schieflage gekommenen ehemaligen Muttergesellschaft Mobilcom fusioniert (für Schweizer ein bekanntes Szenario) und tritt dadurch erstmals als Provider von Fix- und Mobildiensten auf. Am grossen Freenet-Messestand werden mehrere interessante Neuheiten gezeigt:
IP1 ist ein von Freenet mit vorinstalliertem Voip-Client geliefertes Nokia N80, mit dem der Benutzer unterwegs in offenen WLANs mit seiner heimischen Festnetznummer zum Festnetztarif telefonieren kann. Ein gutes Szenario, wenn man im Büro WLAN hat und private Anrufe nicht über das Geschäftstelefon machen, aber auch nicht teure Handygebühren zahlen will.
Freenetmobile Mail & Surf gibt einem einen vorkonfigurierten Blackberry Pearl 8100 mit einer Flatrate von 9,95 Euro im Monat für allen E-Mail- und Datenverkehr auf dem Blackberry. E-Mail-Push, bisher durch die hohen Gebühren eine exklusive Veranstaltung für Geschäftsleute, wird damit für jedermann erschwinglich.
Die beiden Produkte zeigen, wie sich ein innovativer Herausforderer gut aufstellen kann. Und von den deutschen Preisen träumen wir in der Schweiz.
Nun müssen es nur noch die Kunden kapieren. Am besten besucht bei Freenet waren nicht die innovativen Produkte, sondern die Bühne mit einem Quiz à la "Wer wird Millionär". Auch die absolute Ahnungslosigkeit der teilnehmenden Besucher bei Fragen zu VoIP oder Konvergenz zeigte, dass es bis zum Massenmarkt noch ein weiter Weg ist.
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