Cebit in Hannover eröffnet, Neuerdings.com berichtet
Seit heute läuft in Hannover die Cebit. Die Hallen auf dem ehemaligen Expo-2000-Messegelände sind für das Publikum bis zum 21. März geöffnet. Peter Hogenkamp und sein Team vom Blogwerk berichten live in ihrem Blog Neuerdings.com. Für den Netzwocheticker schreibt Hogenkamp täglich über seine Eindrücke:
Die Cebit schrumpft um drei Prozent bei den Ausstellern auf 6059, es fehlen wichtige Player wie Nokia und Motorola, und um zehn Prozent bei der Ausstellungsfläche. Angesichts der guten konjunkturellen Daten geben sich sowohl Messeleitung wie auch Aussteller optimistisch: Man erwartet mehr Besucher als die 450'000 vom Vorjahr.
Der erste Eindruck deutet jedoch darauf hin, dass das eher schwierig werden könnte. Im Zug von Bielefeld – eine Stunde entfernt, was zu Cebit-Zeiten normalerweise noch volles Einzugsgebiet für Übernachtungen ist – findet der Reisende unerwartet viele freie Plätze. In der S-Bahn ist sogar noch ein Sitzplatz frei. Auch vor dem Eingang zur Messe fehlte heuer das grosse Gedränge.
Immerhin, die erste echte Nachricht des Tages ist richtig gut: T-Mobile senkt endlich die absurd hohen Tarife für "Gelegenheits-Datenübertragung" auf ein erträgliches Niveau. Bisher war es in Deutschland ähnlich wie in der Schweiz: Entweder, man hat ein Monatsabo mit einer UMTS-Datenkarte (was sich für die gelegentliche Nutzung nicht lohnt), oder man wird mit Tarifen von über 2 Euro pro Megabyte (Roaming noch deutlich mehr, bis zu 20 Euro) abgezockt. Mit rund einem Cent pro MB – das entspricht etwa dem Tarif, den man bisher bei einem Monatsabo für 40 Euro zahlte – dürfte T-Mobile die Zahlungsbereitschaft wohl deutlich besser treffen. Absehbar ist, dass einerseits die Konkurrenten nachziehen und andererseits in der Folge auch die Kosten für die Monatsabos ins Rutschen kommen.
Einen positiven Effekt aus Schweizer Sicht hat das offenbar etwas nachgelassene Interesse an der Cebit: Wer noch einen Eintagesausflug plant, bekommt bei Swiss und Air Berlin noch Flüge. Zu sehen gibt es auch mit "nur" noch 6'000 Ausstellern mehr als genug.
Die Schweiz präsentiert sich mit 64 Ausstellern, darunter unter anderem das Basler IT-Unternehmen E2E, das auf ERP spezialisierte Unternehmen Bison, die Sicherheitsspezialisten Visonys oder Secude IT Security.
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