Der PC-Markt wächst weltweit um 15 Prozent, doch erste Auswirkungen der Finanzkrise zeigen sich
Der weltweite PC-Markt ist im 3. Quartal dieses Jahres um 15 Prozent gewachsen, hauptsächlich wegen starken Verkäufen von Mininotebooks. Doch die wirtschaftliche Schieflage macht sich nun auch in der PC-Industrie bemerkbar. Diese Schlüsse zieht das amerikanische Marktforschungsunternehmen Gartner aus seinen Untersuchungen.
Weltweit wurden gemäss Gartners jetzt veröffentlichten vorläufigen Zahlen im 3. Quartal 80,6 Millionen Rechner (inklusive x86-Server) verkauft. Nummer 1 bleibt demnach HP mit rund 14,8 Millionen verkauften Systemen und einem Marktanteil von 18,4 Prozent (Q3/07: 12,8 Millionen Rechner, 18,3 Prozent Marktanteil), gefolgt von Dell mit 11 Millionen abgesetzten PCs und einem Marktanteil von 13,6 Prozent (Q3/07: 9,9 Millionen PCs, 14,1 Prozent). Auf den Rängen drei bis fünf platzieren sich Acer, Lenovo und Toshiba.
Mit 28,9 Millionen Stück fanden die meisten Rechner in der EMEA-Region Absatz (plus 25,9 Prozent). In den USA wurden derweil 17,4 Millionen PCs an den Kunden gebracht. Dies entspricht einem Wachstum von lediglich 4,6 Prozent. In der Asien-Pazifik-Region gingen 21,6 Millionen PCs über die Ladentheke (plus 13,3 Prozent), in Lateinamerika waren es 7,3 Millionen (plus 13,2 Prozent) und in Japan 3,7 Millionen (plus 9,2 Prozent).
Gartner führt die Schwäche im US-Markt auf das schlechte Abschneiden des professionellen Mobilsegments zurück. Aber auch der Heimmarkt sei geschwächt. Hier machten sich Anzeichen einer Auswirkung der globalen Finanzkrise bemerkbar, glauben die Marktforscher. In Europa seien dazu bisher erst im Grosskundensegment Anzeichen vorhanden. Schwächen zeige aber auch der chinesische PC-Markt.
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