Die Nominierten der Big Brother Awards sind genannt
Die Kandidaten für die vierten Schweizer Big Brother Awards stehen fest: Aus 52 unfreiwilligen Teilnehmern werden am 1. November in der Berner Reitschule die Würdigsten ermittelt und mit den "Preisen, die niemand will" für die Missachtung des Grundrechts auf Schutz der Privatsphäre und die Kontrolle von Personen oder Personengruppen ausgezeichnet. Weniger Zulauf als letztes Jahr konnte die Kategorie "Staat" verzeichnen: Mit 18 Nominationen wurde ungefähr jeder dritte Kandidat hier eingeordnet (2002: 25 Nominationen). Hier finden sich neben der Zürcher Stadtpolizei (Video-Verkehrsüberwachung) und dem Bundesamt für Versicherung, Bevölkerungsschutz und Sport (Rekrutenbefragung) auch die gesammte Bundesversammlung (DNA-Profile bei Vergehen und Massentests bei Verbrechen). Überholt wurde die Kategorie "Staat" jedoch von der Kategorie "Business". Unter den 27 Einträgen befinden sich neben den Providern Swisscom und Orange viele bekannte Unternehmen wie Migros, Helsana, TCS, Manor oder der Zürcher Verkehrsverbund. Aus der IT-Szene wurden der Online-Ticketing-Anbieter Klicket AG zusammen mit der WelcomTickets AG nominiert. Als Begründung wird aufgeführt: "Es gibt eine Möglichkeit, unpersonalisierte, anonyme Tickets zu beziehen. Durch Kombination mit Kreditkarteninformationen und den Login-Informationen können Rückschlüsse auf das Konsumationsverhalten der Kunden gezogen werden, wie lange sie an den Veranstaltungen verweilen oder mit wem sie zum Anlass kommen." Mit dem Winkelried-Award werden hingegen Personen ausgezeichnet, die sich gegen Überwachung einsetzen. Dieses Jahr sind nominiert: die Medienkünstlerin Annina Rüst für den Verschwörungsgenerator "SuPerVillainizer", Rebekka Salomé Zollinger für die Aufdeckung einer geheimen Mitarbeiter-Datenbank bei den Winterthur Versicherungen und Daniel Constantino für die Veröffentlichung des RS-Fragebogens des VBS im Internet. Die vollständige Liste aller Nominierten steht auf der Website der Big Brother Awards bereit.
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