Dritte Stimme ist nicht gefragt

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Der israelische Internetstartup Third Voice geht ein. ThirdVoice hatte 1999 mit seinem Kommentierungsangebot auf fremden Websites für heftige Kontroversen gesorgt. Mit einem kleinen Stück Software konnte jeder Surfer seine Bemerkungen zu einer besuchten Website anbringen, als würde er sie direkt auf dem Bildschirm hinterlegen. Jeder Besucher, der gleichfalls die ThirdVoice-Software besass, konnte die Meinung der Vorgänger einsehen, ohne dass der Betreiber der Website etwas dagegen unternehmen konnte. Die Anmerkungen wurden auf den Servern von Third Voice gespeichert. Nun ist der Annotation-Service am Ende. Die knapp eine Million regelmässigen Benutzer, die Third Voice zuletzt noch verzeichnete, genügten offensichtlich nicht, um die Finanzierung durch Werbeeinnahmen sicherzustellen. Die letzten Sätze auf der Third-Voice-Website drehen sich nur noch um die Deinstallation der Software. Kaum ein Betreiber einer Website wird ThirdVoice eine Träne nachweinen.