Experten kritisieren die digitalen TV-Angebote in der Schweiz

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von fgr@netzwoche.ch
Gestern Abend nahmen an den Comdays Richard Eisler, CEO des Internetvergleichdienstes Comparis, und Didier Divorne von Allo.ch, einem Vergleichsdienst aus der Westschweiz, die digitalen TV-Angebote von Cablecom und Swisscom unter die Lupe. Beide Angebote in der Schweiz, Cablecom-Digital-TV und Bluewin-TV, hätten noch mit Problemen zu kämpfen, lautet das Fazit der beiden Experten. Bei beiden Anbietern seien die für den Empfang eingesetzten Settop-Boxen das grösste Ärgernis. So sei es die Regel, dass sich Sender nach dem automatischen Aufspielen einer neuen Softwareversion nicht mehr am gewohnten Platz befänden oder Nutzereinstellungen überschrieben würden, meinte Eisler. Auch würde die Archivierung von Sendungen auf DVD von beiden Anbietern nicht unterstützt, so Divorne. Cablecom wurde für den elektronischen Programmführer kritisiert, weil die Daten häufig nicht aktuell seien und die Aufnahme von Serien nicht zuverlässig. Bei Bluewin-TV störte vor allem die teilweise schlechte Bildqualität: „Nicht alle nehmen es so locker wie ich, wenn ein Fussballspiel aus Streifen besteht“, scherzte Eisler. Swisscom-Privatkundenchef Christian Petit gestand Kinderkrankheiten bei Bluewin-TV ein. Swisscom will trotzdem noch in diesem Jahr hochauflösendes HDTV senden. Dies wohl, weil Cablecom ankündigte, noch im November erste HDTV-Angebote bereitzustellen.