Gartner: Unternehmens-IT genügt dem Business nicht
Das US-Matktforschungsunternehmen Gartner sieht grosse Veränderungen auf die IT und insbesondere auf den Software-Bereich zukommen. Firmen müssten sich immer rascher geänderten Bedingungen anpassen, so Gartner, doch die Unternehmens-IT sei dazu oft zu langsam. Der Geschäftserfolg werde heute meist durch die Kosten für diese Anpassung verhindert. Für die nächsten sechs Jahre bis 2010 sieht Gartner hier allerdings folgenreiche Bewegungen voraus. Zunehmende Hardware-Virtualisierung und die damit verbundene bessere Ausnützung der Server-Infrastruktur würden es ermöglichen, die Zahl der gebrauchten Systeme um bis zu 40 Prozent zu senken. Diese Entwicklung werde von den Software-Herstellern eine neue Generation von Applikationen und ein Überdenken ihrer Lizenzierungspolitik verlangen. Weiter sieht Gartner eine klare Bewegung weg vom physischen Besitz von IT-Infrastruktur hin zum Erwerb von Dienstleistungen über das gesamte IT-Spektrum hinweg. Die Entwicklung einer Real-Time-Infrastruktur, einer IT-Infrastruktur, die von verschiedenen Kunden, Geschäftseinheiten oder Applikationen geteilt wird und die durch Geschäfts-Policies und Service-Level-Agreements dynamisch und automatisch optimiert wird, sei ein wichtiger Schritt auf diesem Weg. Schliesslich spiele auch das Heranreifen von Service-Oriented-Architectures mit den dazugehörigen Business-Applikationen und Entwicklungsumgebungen eine zentrale Rolle. All diese Änderungen brächten laut Gartner grosse Auswirkungen auf Software-Unternehmen mit sich. Die Marktforscher rechnen mit einer Konsolidierung unter den Herstellern. Bestätigt sehen sie ihre Vision durch die Entstehung von Technologie-Ökosystemen rund um Schwergewichte wie Microsoft, IBM oder SAP. Software-Firmen müssten sich in ein solches Ökosystem eingliedern um zu überleben, so Gartner. Die Anwender auf der anderen Seite müssten sich weniger für einen Hersteller entscheiden, als viel mehr für ein ganzes Ökosystem.
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