Greenpeace: IT-Industrie soll nicht nur „grün“ predigen, sondern auch umsetzen
Viele IT-Unternehmen sprechen nur von „Green IT“, tun aber nichts dafür, bemängelt Greenpeace. Obwohl die IT-Branche über grosses Potenzial verfüge Treibhausgase zu reduzieren, werde dies noch nicht gemacht. Greenpeace stützt sich dabei auf den Report Smart 2020 der Climate Group, der besagt, dass der IT-Sektor bis 2020 etwa 15 Prozent oder 7,8 Gigatonnen CO2 des weltweiten Ausstosses an Treibhausgasen reduzieren könnte. Damit sei diese eine zentrale Branche im Kampf gegen den Klimawandel.
Die Umweltschutzorganisation hat diesen Februar die "Cool IT Challenge" ins Leben gerufen. Im Rahmen von "Cool IT" forderte Greenpeace die CEOs der grossen IT-Unternehmen auf, nicht nur die eigenen Emissionen zu reduzieren, sondern auch klimafreundliche Lösungen für die ganze Wirtschaft zu entwickeln. Weiter sollen die CEOs sich an der Konferenz in Kopenhagen vom kommenden Dezember für ein starkes Klimaabkommen einsetzen. Zudem wurden einige Unternehmen auf ihre Umweltfreundlichkeit getestet.
In diesem Test erreichten Unternehmen wie HP, Microsoft und Sony weniger als 15 von hundert möglichen Punkten. Gemäss Greenpeace gebe es jedoch auch bessere Beispiele wie etwa Sun Microsystems, das öffentlich mitgeteilt hat, seine Emissionen bis 2050 um 80 Prozent unter den Stand von 1990 senken zu wollen. Auch IBM geht als gutes Beispiel aus der „Cool IT Challenge“ hervor, hauptsächlich dank dem breiten Spektrum seines Angebots. Schlusslichter der Tabelle bilden die Unternehmen Toshiba mit 2 und Sharp mit 5 von hundert Punkten.
Marco Zimmer
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