Hilfe von Fastweb und iPhone: Swisscom steigert Umsatz und Kundenzahl
Swisscom legt die Geschäftszahlen für das dritte Quartal 2008 vor. Demnach konnte der Telco seinen Umsatz um 3,5 Prozent auf 3,1 Milliarden Franken steigern. Zu verdanken ist dies zu einem grossen Teil der italienischen Tochter Fastweb, die ihren Quartalsumsatz um 17,2 Prozent auf 687 Millionen Franken anheben konnte.
Gleichzeitig sank aber Swisscoms Reingewinn um fast ein Drittel auf 470 Millionen Franken. Dies ist vor allem auf einmalige Einnahmen aus dem Verkauf von Antenna Hungária im letzten Jahr und in geringerem Mass auf einen diesjährigen Anstieg der Abschreibungen und Wertminderungen zurückzuführen. Der Gewinn auf EBITDA-Stufe beträgt rund 1,2 Milliarden Franken, was einem Minus von 3,6 Prozent entspricht. Das EBITDA belastet habe insbesondere die iPhone-Lancierung im Juli, schreibt Swisscom: Die Kosten aus der verbilligten Abgabe der Geräte sowie die Händlerprovisionen beliefen sich insgesamt auf 45 Millionen Franken.
Dafür brachte das Apple-Handy der ehemaligen Monopolistin zahlreiche neue Kunden. Der Mobilfunkkundenstamm wuchs um 8 Prozent auf rund 5,3 Millionen, davon sind 2,1 Millionen Prepaid-Kunden. Gar über 10 Prozent mehr Kunden verzeichnet die Breitbandsparte: 1,7 Millionen Kunden bedient Swisscom hier mittlerweile, davon sind 1,1 Millionen Privatanschlüsse (plus 14,1 Prozent).
Negativ entwickelt hat sich der Geschäftsbereich „Übrige operative Segmente“ mit Swisscom IT Services. Hier musste Swisscom einen Umsatzrückgang von 2,4 Prozent auf 447 Millionen Franken und einen Gewinnschwund von 16,5 Prozent auf 86 Millionen Franken hinnehmen. Swisscom IT Services selbst erwirtschaftete mit 105 Millionen Franken knapp 1 Prozent weniger Umsatz.
Als Folge der aktuellen Währungskursentwicklung glaubt das Swisscom-Management nicht mehr an seine frühere Umsatzprognose für das gesamte Geschäftsjahr 2008 (12,3 Milliarden Franken). Am angestrebten Gewinnziel von 4,8 Milliarden Franken rüttelt das Management jedoch nicht. Selbst werde man „eher am unteren Ende der ursprünglich kommunizierten Bandbreite“ von 2,1 Milliarden und 2,2 Milliarden Franken investieren.
Swisscom-Chef Carsten Schloter sieht sich durch die Quartalsergebnisse in seiner Einschätzung bestätigt. In einem Interview im Oktober meinte Schloter, Swisscom spüre im Tagesgeschäft noch keine Auswirkungen der Finanzkrise. Die nun vorliegenden Zahlen zeigen, dass Swisscom bei den Geschäfts- und Grosskunden noch immer wächst, wenn auch nicht massiv: Das KMU-Geschäft wuchs um 3,3 Prozent auf 279 Millionen franken, der Grosskundenbereich um 0,9 Prozent auf 433 Millionen Franken.
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