Infineon meldet Quartalsgewinn

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Nach neun Quartalen in der Verlustzone meldet der weltweit sechstgrösste Halbleiterhersteller Infineon erstmals wieder ein positives Quartalsergebnis. Der EBIT im 3. Quartal weist einen Gewinn von 67 Millionen Euro aus, der Konzernüberschuss beläuft sich auf 49 Millionen Euro. Der Umsatz für das am 30. September 2003 abgelaufene Geschäftsjahr konnte gegenüber dem Vorjahr um 26 Prozent auf 6,15 Milliarden Euro gesteigert werden. Trotzdem liegt der Konzernverlust für das abgelaufene Geschäftsjahr noch bei 435 Millionen Euro. Im Geschäftsjahr 2001/02 wurden 1,02 Milliarden Euro Verlust ausgewiesen. Die positive Entwicklung wurde im Wesentlichen durch Produktivitätssteigerungen, eine deutliche Erhöhung der Stückzahlen, höhere DRAM-Preise sowie durch den Gewinn aus dem Verkauf der Anteile am taiwanesischen Unternehmen ProMos getragen, teilt Infineon mit. Bis auf die Festnetz-Sparte schlossen alle Konzernteile das Schlussquartal profitabel ab. Obwohl der Quartalsumsatz über den Erwartungen der Analysten liegt, reagierte der Aktienmarkt mit Zurückhaltung auf die Meldung. Dies einerseits, weil die Infineon-Aktien in den vergangenen Wochen bereits stark angezogen hatten, andererseits, weil gegen Infineon und andere Unternehmen wegen möglicher Verletzungen von Wettbewerbsgesetzen im Speicherchip-Geschäft insgesamt 24 Sammelklagen vorliegen. So sah sich der Konzern gezwungen, eine vorsorgliche Rückstellung in Höhe von 28 Millionen Euro zu verbuchen. "Sollte Infineon in einem oder mehreren dieser Verfahren unterliegen, würde das zu erheblichen finanziellen Verpflichtungen und anderen nachteiligen Folgen für das Unternehmen führen", hiess es dazu bei Infineon. Im laufenden Geschäftsjahr will Infineon trotzdem wieder Gewinne machen. Wenn die Marktbedingungen stabil blieben, sei 2003/04 mit schwarzen Zahlen zu rechnen. "Ich bin der Ansicht, dass wir von einer Markterholung sprechen können, doch wir sollten nicht zu enthusiastisch sein", schätzt Infineon-Chef Ulrich Schumacher die Lage ein.