Kassensturz: Green-Kunden sind am besten geschützt

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Kassensturz und Saldo haben in Zusammenarbeit mit dem Informatikprofessor Peter Heinzmann von der Fachhochschule Rapperswil die Sicherheit der Schweizer ADSL und TV-Kabelnetzbenutzer getestet. Zusammen mit der Security-Firma Cnlab stellte Heinzmann sieben Tage lang 24 Stunden den Schutz der Schweizer ADSL und TV-Kabel-Nutzer auf die Probe. "Dazu liessen wir Programme laufen, die sich wie Angreifer verhalten und schauten, wie gut die Computer geschützt sind", erklärte Heinzmann im Kassensturz, der gestern Dienstag ausgestrahlt wurde. Bei ihrer Suche nach offenen Türen konnten sich die Experten in nur einem Tag Zugang zu ungeschützten Computern von über 100 Firmen und Privatpersonen verschaffen und fanden auf deren Computern schon bald Kundenkarteien, Arbeits- und Geheimverträge und Liebesbriefe. Weil dabei kein Passwort zu knacken war (die Tester also nicht in ein geschütztes Netzwerk eindrangen), ist das Vorgehen von Kassensturz beziehungsweise Cnlab nicht illegal. Auch der angeklagte WEF-Hacker wurde 2002 unter anderem deshalb freigesprochen, weil der WEF-Server gar nicht geschützt war. Von den Breitbandkunden machten jene von Green.ch noch die beste Figur: Nur 10 Prozent der getesteten ADSL-Kunden von Green.ch waren gemäss Kassensturz ungeschützt, bei SolNet und Bluewin 14 Prozent. Bei Cablecom-Kunden sieht die Bilanz mit 54 Prozent unsicheren Computern deutlich schlechter aus. Das grösste Sicherheitsproblem unter den ADSL-Anbietern hat gemäss Kassensturz Sunrise. Dies liege daran, dass Sunrise noch immer im grossen Stil unsichere Modems verschenke, statt die etwas teureren, aber sichereren NAT-Geräte. "Mit einem NAT-Modem haben Sie nur den Firewall. Uns geht es jedoch um die gesamte Sicherheit, und die erreichen unsere Kunden, wenn sie die CD-Rom installieren", wird Sunrise-Sprecherin Monika Walser auf der Kassensturz-Website zitiert. Während der Kassensturz vor allem die ISPs kritisierte, wird in vielen Internetforen betont, dass auch die Breitband-Kunden ihr Bewusstsein ändern und die bestehenden Möglichkeiten auch nutzen müssen. Bedenklich an dem Kassensturz-Test ist vor allem, dass auch offensichtlich Firmen das Problem noch nicht erkannt haben und ihre Kundendaten überhaupt nicht schützen.