Konkurs: KPNQwest CH übt sich in Zweckoptimismus
Nun hat es auch die Schweizer Niederlassung der KPNQwest erwischt: Sie hat vergangenen Freitag Konkurs angemeldet. Ein Sachverwalter übernahm die Leitung des Unternehmens, während sich Geschäftsleiter Daniel von Arx weiter um potentielle Käufer bemüht. Auf Anfrage des Netztickers gibt sich von Arx noch immer optimistisch, man sei mit mehreren Interessenten im Gespräch. Auch der Betrieb des Netzwerkes sei weiterhin gewährleistet. Solange jedoch keine Lösung gefunden ist, droht die Abschaltung jeden Tag. Dies wissen auch die etwa 4000 Kunden, die sich nun nach anderen Anbietern umsehen. Beispielsweise erhalte der ISP Cybernet nun täglich rund 30 Offertenanfragen von KMU-Betrieben statt zehn wie bisher, wird René Waser, CEO Cybernet, in der gestrigen Sonntagszeitung zitiert. Solange KPNQwest den Betrieb aufrechterhält, müssen die Kunden allerdings die dreimonatige Kündingungsfrist einhalten. Von Arx nimmt die Abwanderung zur Kenntnis, versichert aber, dass ein genügend grosser Kundenstamm übrig bleibe, um weiter zu machen - Pfeifen im Walde angesichts der prekären Lage.
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