Kriegerische Töne in den USA nach Microsoft-Urteil

Uhr | Aktualisiert
Das Urteil von EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti im Verfahren gegen Microsoft stösst in den USA teils auf heftige Kritik. Aus dem US-Justizministerium verlautete gestern, man glaube, das Urteil könne einen negativen Effekt auf Innovationskraft und Wettbewerb haben. Beim Chef der Antitrust-Behörde Hewitt Pate stiess besonders die Forderung nach Entfernung des Media Players auf Unverständnis. Im US-Verfahren sei eine solche Massnahme nie zur Diskussion gestanden. Mehr Übereinstimmungen sieht er bei der Auflage zur Offenlegung von Programmierschnittstellen. Stärkere Worte fallen derweil bei den US-Politikern. Mindestens 40 Kongressabgeordnete und Senatoren hätten das Urteil angegriffen, meldet die Financial Times. Der Entscheid der Kommission werde in den USA Tausende Jobs kosten, zitiert das Blatt die Befürchtungen eines Senators. Bill Frist, der Mehrheitsführer im Senat sieht gemäss CNN bereits einen neuen Handelskrieg zwischen der EU und den USA aufkommen - mit dem Urteil der Kommission gegen Microsoft sei womöglich der erste Schuss gefallen.