Microsoft zeigt Windows-7-Features und greift nach der Wolke
An der Microsoft Professional Developers Conference 2008 (PDC), die derzeit in Los Angeles stattfindet, hat der Redmonder Softwareriese erste Einblicke in das kommende Betriebssystem Windows 7 gewährt. Schon im Vorfeld war bekannt, dass das OS auf dem gleichen Kernel wie Vista und Windows Server 2008 basieren wird. In der Präsentation an der PDC wurde klar, dass auch das "Look and Feel" des Produkts nahe bei Vista liegen wird. Wie Steven Sinofsky, Senior Vice President für die Windows- und Windows-Live-Engineering-Group hervorstrich, werde man dadurch einige Probleme ausräumen können, die Vista hatte. So sei es nicht mehr nötig, das ganze Entwicklerökosystem auf einen neuen Kernel einzuschwören, was Inkompatibilitäten, wie sie anfangs bei Vista aufgetaucht sind, verhindern werde.
Wie bei jedem neuen Betriebssystem, verspricht Microsoft auch für Windows 7, es werde einfacher zu bedienen sein und mehr Spass machen. Tatsächlich könnten einige UI-Features dazu beitragen. Zum einen wurde der Suchfunktion eine zentrale Bedeutung beigemessen: Damit soll das Auffinden bestimmter Inhalte auf dem Gerät und im Netzwerk stark vereinfacht werden. Zum anderen zeigte Microsoft ein neues innovatives Taskleistensystem, das in der Präsentation überzeugte. Daneben hat Microsoft generell die Anpassbarkeit des UI stark erhöht. Last but not Least: Microsoft verspricht auch Verbesserungen bei der manchmal nervtötenden User Account Control (UAC), die ständig nachfragt, ob man dies oder das tatsächlich tun wolle. Grundsätzlich, dies erklärte MS-Chefarchitekt Ray Ozzie, werde das Betriebssystem enger mit dem Internet verknüpft. „Wir holen das Beste aus dem Web zu Windows und bringen das Beste aus Windows ins Netz“, so Ozzie.
Mit Windows Azure stellte Microsoft zudem kürzlich ein Betriebssystem für Cloud-Computing-Dienste vor. Über die Azure-Service-Plattform will Microsoft Live-, .NET-, SQL-, Sharepoint- und CRM-Dienste anbieten. Mit anderen Worten: Geschäftskunden, sollen sich künftig zu einem Grossteil mit Microsofts Cloud-Services versorgen können und werden viele Ressourcen nicht mehr im eigenen Rechenzentrum bereitstellen müssen.
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