Mutter eines Gamesüchtigen klagt Sony an

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Der Epileptiker und Computerspiel-Fanatiker Shawn Woolley, Osceola, Florida, nahm sich während einer Online-Game-Session mit dem Fantasy-Kultspiel Everquest zu Thanksgiving das Leben. Nun, so berichtete der Milwaukee Journal Sentinel am 30. März, klagt seine Mutter gegen Sony, Herstellerin des Spiels. Die Mutter verlangt, dieses müsse zukünftig mit einer Warnung ähnlich der auf Zigaretten-Schachteln gekennzeichnet sein: extensive playing could be hazardous to your health. Der 21-Jährige Shawn, der täglich bis zu zwölf Stunden mit Evequest verbrachte und dafür Persönliche Kontakte und den Job aufgab war übergewichtig, vereinsamt und litt gemäss Gutachten an Depressionen und schizoiden Persönlichkeitsstörungen. Auch wenn er sich also auf Grund eines Ereignisses im Spielgeschehen umbrachte, dürften Shawns Lebensumtände und die daraus resultierende Neigung zu Spielsucht Sony entlasten. Allerdings scheint die Sucht nach dem Spielvergnügen tatsächlich immer häufiger pathologische Formen anzunehmen. So berichtet der Milwaukee Journal Sentinel von einem weiteren 21-jährigen Everquest-Spieler, der nach einer 36-stündigen Non-Stop-Spielsession infolge des Schlafmangels einen psychotischen Schub erlitt. Der junge Mann bildete sich ein, die Spielfiguren hätten ihre virtuelle Welt verlassen und verfolgten ihn nun im realen Leben.