Nach dem Rücktritt des Skype-CEOs: Will Ebay Skype verkaufen?
Der Skype-Gründer Niklas Zennström tritt von seinem Amt als CEO des Internettelefonie-Anbieters zurück. Dies hat Skypes Besitzer Ebay gestern bekannt gegeben. Zennström werde Mitglied des Verwaltungsrats, jedoch ohne Befügnisse. Die Geschicke von Skype werden vorerst vom Ebay-Chefstrategen Michael van Swaaij geleitet, bis ein definitiver Ersatz für Zennström gefunden wird. Zudem wird Skype-Präsident Henry Gomez als Senior Vice President for Corporate Aiffars zu Ebay zurückkehren. Gleichzeitig will Ebay im Zusammenhang mit Skype voraussichtlich im 3. Quartal 1,4 Milliarden Dollar abschreiben. Darin enthalten sind offenbar 530 Millionen Dollar Abschlagszahlungen an ehemalige Skype-Aktionäre, die bereits im September 2005 im Rahmen eines „Earn-out“-Übereinkommens geleistet wurden.
Viele Beobachter sehen die Abschreibungen und die Wechsel in der Skype-Chefetage als Zeichen eines bevorstehenden Verkaufs des P2P-Telefoniepioniers. Im September 2005 hatte Ebay Skype für 2,6 Milliarden Dollar übernommen. Mit dem Kauf erweitere man seine weltweite Marktplatz- und Zahlungssystemplattform und erschliesse sich gleichzeitig eine Reihe neuer Geschäftsfelder und Einnahmequellen, liess Ebay damals verlauten. Seit Anfang Jahr schreibt Skype nun schwarze Zahlen, der Umsatz ist im ersten Halbjahr 2007 mit 90 Millionen Dollar im Vergleich zum ersten Halbjahr 2006 um 103 Prozent gewachsen. Nicht genug bei 220 Millionen Usern, meinen einige Experten.
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