Negroponte: 3G wird sich nicht durchsetzen
3G wird nicht das Licht der Welt erblicken. So äusserte sich Technologieguru und MIT-Professor Nicholas Negroponte an seinem gestrigen Referat am eLink-Kongress von Commerce One in Berlin. Gemäss Negroponte ist 3G, also die dritte Mobilfunkgeneration, nicht gut genug, um sich durchsetzen zu können. Das als Zwischenlösung geplante GPRS-System erweise sich besser als vermutet und werde den hochgesteckten und unausgereiften Plänen zu 3G den Todesstoss versetzen. In seinem Referat prophezeite Negroponte ausserdem, dass uns im Internet noch einige Überraschungen bevorstehen. Heute halte sich noch die Vorstellung, dass an den Endpunkten oder Anschlüssen zum Internet Menschen sitzen, doch in drei bis vier Jahren seien es hauptsächlich Maschinen. Als Beispiel nannte Negroponte die mit dem Internet verbundenen Kühlschränke oder Waschmaschinen. Die meisten Semikonduktoren im eigenen Heim würden aber nicht durch die Haushaltsgeräte kommen, sondern durch Spielzeug. Schon bald könnten mehr Barbie-Puppen mit dem Internet verbunden sein als Amerikaner, so Negroponte.
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