Offener Windows-Quellcode für Politiker
Deutsche und österreichische Politiker sollen Einblick in den bestgehüteten Sourcecode von Microsofts Betriebssystem Windows XP erhalten. Dieses Angebot hat der amerikanische Software-Riese am Freitag dem deutschen Bundestag und dem Bundesinnenministerium unterbreitet. Dieser ungewöhnlich Schritt folgt auf eine hitzige Debatte im Parlament über die Frage, ob ein proprietäres Betriebssystem wie Windows für die Bundesbehörden noch in Frage komme. Einige Bundestagsabgeordnete, unterstützt von IBM, machen sich seit längerem für einen Umstieg auf Linux stark. Windows sei ein Sicherheitsrisiko, monieren die Linux-Aktivisten im Bundestag, zum einen wegen der Virenanfälligkeit, zum anderen weil man nicht wisse, welche nicht dokumentierten Funktionen im Betriebssystem enthalten sind.
Microsoft möchte mit der Offenlegung des Quellcodes Transparenz und Vertrauen schaffen. Noch vor Mitgliedern des Bundestags und des Bundesinnenministeriums wird jedoch das österreichische Bundesministerium für Inneres Einblick in das Innenleben von Windows XP erhalten.
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