Orange: Börse oder Übernahme?
Die France Télécom macht sich für den Kauf des britschen Mobilfunkanbieters Orange stark. Zu diesem Zweck will die französische Telefongesellschaft laut Berichten des Wall Street Journal Europe einen Kredit von 20 Milliarden Pfund aufnehmen. Der jetzige Besitzer von Orange, der deutsche Mischkonzern Mannesmann, wurde aus kartellrechtlichen Gründen zum Verkauf gezwungen, nachdem dieser vom britischen Mobilfunkkonzern Vodafone AirTouch übernommen worden war. France Télécom ist nicht die einzige Anwärterin auf Orange, auch die niederländische KPN, die spanische Telefónica und die amerikanische WorldCom haben ihr Interesse angemeldet. Orange selber würde lieber einen Börsengang ins Auge fassen. Dieser könnte noch diesen Herbst über die Bühne gehen, meinte Orange-Chef Hans Roger Snook in einem Interview mit der Welt. Als strategischen Investor könnte sich Snook dabei Telefónica oder WorldCom vorstellen. Für letztere wäre Orange eine ideale Lösung für ihr Defizit bei der Mobilkommunikation, nachdem ein Merger mit Sprint sowohl von Wettbewerbshütern in den USA wie in Europa scharf kritisiert worden war.
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