Rekord-Outsourcing-Deal der Credit Suisse an BT und Swisscom bestätigt
Nun ist es offiziell. Credit Suisse lagert den Betrieb ihrer weltweiten Kommunikationsanwendungen und -infrastrukturen an den englischen Telekomdienstleister BT und an Swisscom aus. Der mit BT abgeschlossene Vertrag hat ein Gesamtvolumen von rund 1,4 Milliarden Franken. Als lokaler Partner wird Swisscom einen Anteil von rund einem Drittel der Dienstleistungen erbringen. Der Vertrag mit einer Mindestlaufzeit von fünf Jahren enthält eine Verlängerungsoption für weitere zwei Jahre. CS transferiert rund 230 eigene und 50 externe Mitarbeiter an die beiden Telcos. In der Schweiz sind rund 90 Stellen betroffen.
Während Swisscom vereinfacht gesagt die Schweiz betreffende Infrastrukturen betreut, fallen BT die globalen Anwendungen und Infrastrukturen zu. "Wir haben in Swisscom den idealen Partner gefunden, der in der Kernregion der Credit Suisse bestens platziert ist, so dass wir die reibungslose Umsetzung des Projekts gewährleisten können", erklärt Andy Green, CEO der BT-Division Global Services.
"Die Komplexität in unserem Geschäft nimmt kontinuierlich zu. Deshalb wird die Integration von Telekommunikation und Remote Access für unsere Bank immer wichtiger", sagt Credit-Suisse-CIO Tom Sanzone. Sanzone erhofft sich vom Abschluss deutliche Marktvorteile.
Zudem sieht der Vertrag die Einrichtung eines millionenschweren Innovationsfonds vor, der von allen drei Parteien gemeinsam finanziert wird. "Es handelt sich um eine völlig neue Art der Zusammenarbeit", betont Adrian Schlund, Geschäftsführer von BT Schweiz. "Der partnerschaftliche Aspekt geht weit über das hinaus, was generell unter Outsourcing verstanden wird. Über den Innovationsfonds werden wir neue Dienstleistungen entwickeln und gemeinsam die kommenden Kommunikationsherausforderungen im Bankenumfeld adressieren." Von den neu entwickelten Dienstleistungen könnten später auch andere Finanzinstitute profitieren.
"Es handelt sich um das bisher grösste Outsourcing-Geschäft einer Schweizer Bank", kommentiert Urs Schaeppi, CEO Swisscom Solutions. "Dieser Abschluss ist für uns ein Benchmark und gleichzeitig eine Demonstration unserer Fähigkeiten, auch gegenüber anderen global agierenden Schweizer Kunden."
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