Ringier steigt auf Google Apps um
Ringier gab gestern bekannt, unternehmensweit in Zukunft Google Apps Premier Edition einsetzen zu wollen. Die neue Lösung ersetzt insgesamt acht unterschiedliche Mail- und Kalendersysteme und Dutzende von Mail-Domains, die innerhalb des Medienhauses zurzeit genutzt werden. Ringier will mit dem Umstieg eine Millionen Franken im Jahr einsparen.
Die Umstellung hat die Verbesserung der Zusammenarbeit innerhalb und zwischen den Geschäftsbereichen zum Ziel. Mittels der von Google im Internet gehosteten Suite Google Apps sollen alle Mitarbeiter der Ringier AG jederzeit via Webbrowser auf ihre Mailbox, Daten und Anwendungen sowie Kalender zugreifen können. Die verschiedenen Arbeitsgruppen haben dank des gemeinsam nutzbaren Google Kalenders die Möglichkeit, Termine sowie Veranstaltungen und Meetings einfach und schnell zu planen, zu koordinieren und zu bearbeiten, heisst es in der Pressemitteilung.
Wie die Handelszeitung berichtet setzte sich Google unter anderem gegen Microsoft Office 2010 durch. So soll es lange und intensive Gespräche mit Microsoft Schweiz vor der Umstellung gegeben haben sowie ein Pilotprojekt mit den angekündigten Collaboration-Tools rund um Office 2010. Anscheinend verlief dieses aber nicht so, wie man es sich gewünscht hätte. Der Entscheidung für Google ging ausserdem eine über einjährige Pilotphase in China und Vietnam voran, bei der 350 Nutzer beteiligt waren.
Ganz auf Microsoft verzichten will man bei Ringier aber vorerst nicht. Zunächst soll der Fokus wohl auf Mail, Kalender, Aufgabenverwaltung sowie der Mobile-Synchronisation liegen. Office hingegen, wohl gerade Word und Excel, sollen vorerst noch weiter im Einsatz bleiben, wie es gegenüber dem Netzticker hiess.
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