SAPs Netweaver wird in der Schweiz kaum für SOA benutzt
In der Schweiz liegt der Einsatz von SAP Netweaver insgesamt bei 63 Prozent und damit auf einem ähnlichen Niveau wie in Deutschland (65 Prozent). Allerdings nutzen 29 Prozent den SAP Netweaver allein als Betriebsumgebung für SAP ERP und haben keine weitere Netweaver-Komponente produktiv. Zwei Prozent nutzen ausschließlich den Netweaver ohne bereits auf SAP ERP migriert zu sein, ein Wert der in Deutschland mit 8 Prozent höher ist. Insgesamt hinkt der Produktiveinsatz des Netweaver ein wenig dem ERP-Einsatz hinterher. Zu diesem Ergebnis kommen die Marktforscher von RAAD Research in der neuesten Ausgabe ihrer Studie "SAP-Markt Schweiz, Status und Potenziale", die im April 2009 bei 200 IT-Verantwortlichen von SAP-Bestandskunden durchgeführt wurde.
In den Unternehmen, die die NetWeaver-Plattform der SAP einsetzen, ist zumeist das Release 7.0 produktiv, wobei Neueinführungen in der Regel direkt auf 7.1 gehen. Unternehmen, die den Netweaver produktiv nutzen, setzen in diesem Umfeld am häufigsten auf die Komponenten BI (21 Prozent), Portal (19 Prozent) und XI (18 Prozent). Eine ähnliche Reihenfolge findet sich auch bei den SAP-Bestandskunden in Deutschland und Österreich. Erstaunlich ist, dass die weiteren Komponenten kaum genannt wurden. Offenbar ist die Funktionalität, die aus der Business Suite in den NetWeaver "gezogen" wurde, im Hinblick auf die aktive Nutzung des Netweavers momentan noch der stärkste Treiber.
Mehr als ein Drittel der Unternehmen (37 Prozent) hat noch keinerlei Erfahrungen mit SAP Netweaver gemacht und setzt bisher auch noch nicht auf SAP ERP. Im Rahmen der von SAP forcierten Einführung eines neuen Supportmodells "Enterprise Support", spielt der Solution Manager als Komponente des Netweaver eine zentrale Rolle. Dadurch, dass insgesamt noch ein Drittel der Unternehmen den Netweaver gar nicht nutzt, können auch bei weitem nicht alle Unternehmen in vollem Umfang von der Einführung des Enterprise Support profitieren. Für mehr als ein Drittel der Kunden fällt ein wichtiger Mehrwert weg und damit wird es sicherlich noch schwerer sein, das neue Supportmodell im Markt weitflächig und positiv zu positionieren.
Aber auch in dieser Gruppe wird nachgeholt. So planten zum Zeitpunkt der Befragung - trotz Wirtschaftskrise und Enterprise Support-Streit - etwa zwei Prozent aller Unternehmen die Einführung von SAP Netweaver - mehr als fünf Prozent der verbliebenen Nicht-Netweaver-Kunden.
Weitere aktuelle Informationen unter anderem zum Thema SAP Netweaver finden Sie in der RAAD-Studie: "SAP-Markt Schweiz - Status und Entwicklungen 2009".
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