SQL-Übernahme durch Infoniqa-Gruppe bestätigt

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von mde@netzwoche.ch
Die österreichische Infoniqa Holding GmbH hat den in Zug ansässigen Software-Integrator SQL AG zu 100 Prozent übernommen. Dies wurde heute Mittag an einer gemeinsamen Pressekonferenz bestätigt. Bereits im April verlautete seitens Infoniqa, nebst den bestehenden Beteiligungen Schweizer Unternehmen aufkaufen zu wollen. Die in Zug ansässige SQL AG mit 23 Mitarbeitenden und einem jährlichen Umsatz von rund 12 Millionen Franken soll zum zentralen Schweizer Dienstleitungsast und zum zentralen Standort der international tätigen Infoniqa-Gruppe werden. Das Management von SQL bleibe in der Person von Geschäftsführer Urs. R. Tschudin zumindest für die nächsten drei Jahre bestehen. Auch der Name SQL AG bleibt vorerst. Bereits 2008 könnte SQL allerdings auch in Infoniqa umbenannt werden, um die Integration sichtbar zu machen, wie Manfred Terzer, CEO der Infoniqa, anmerkte. Die Gründe für den Verkauf der SQL AG liegen laut Urs Tschudin in längerfristigen Abwägungen: „Die heutige Grösse der SQL AG erforderte Überlegungen, wie das Wachstum für die kommenden Jahre gesichert werden kann. Die Partnerschaft mit Infoniqa lässt uns unsere Identität und eröffnet gleichzeitig neue Wachstumsperspektiven“, so Tschudin. Ein weiterer Grund liege darin, dass das Know-how der SQL AG durch Infoniqa-Gruppe auch in den restlichen, über die Schweizer Grenze gehenden, deutschsprachigen Raum getragen werden könne. So bestehen denn auch Infoniqas Pläne mit SQL darin, das Know-How hier in der Schweiz weiter auszubauen und sowohl nach Deutschland als auch nach Österreich zu bringen. Weiter plant die Infoniqa-Gruppe während der nächsten 3 Jahre auf ein Umsatz von 150 Millionen Franken anzuwachsen und an der Börse kotiert zu werden. Dabei will man seitens Infoniqa auch in den osteuropäischen Markt expandieren. SQL AG stellt nun nebst der Beteiligung an Kendox AG, Spezialist für Informations- und Wissensmanagement mit Sitz in Dietlikon (29 Prozent), das zweite Schweizer Standbein der österreichischen Gruppe dar. Während Kendox den Tätigkeitsbereich Cross Industry Solutions abdeckt, passe SQL AG hervorragend in das Segment der IT-Services und Infrastruktur der Infoniqa Gruppe, wie Terzer betonte. Die zukünftige Expansion der Gruppe wolle Infoniqa ebenso durch Unternehmensaufkäufe betreiben. Mit weiteren IT-Firmenaufkäufen durch Infoniqa ist also zu rechnen.