SuisseID für Schneider-Ammann
Die SuisseID fand gestern prominente Erwähnung in der Tagesschau: Anlässlich der Schlüsselübergabe überreichte die bisherige Volkswirtschaftsministerin Doris Leuthard ihrem Nachfolger Johann Schneider-Ammann - nebst Schlüssel und Wein - eine SuisseID.
Damit kann Schneider-Ammann künftig unter anderem seine E-Mails mit einer digitalen Unterschrift versehen oder sich den Gang zum Amt ersparen. Momentan akzeptieren gemäss MELANI-Bericht vom 1. November das Bundesamt für Justiz für das Strafregister-Portal oder die Eidgenössische Alkoholverwaltung für das Einholen von Brennbewilligungen und Anmelden von Produktions- und Verkaufsmengen für die Veranlagung die SuisseID.
Aber auch die Eidgenössische Steuerverwaltung für verschiedene Dienste der Mehrwertsteuer und die Eidgenössische Zollverwaltung für Rückerstattungen und Betriebsprüfungen wollen dank SuisseID den Bürgern den virtuellen Behördengang ermöglichen.
Ob Schneider-Ammann der elektronischen Identitätskarte zum Durchbruch verhelfen kann, bleibt jedoch abzuwarten. Zwar setzen nebst den oben erwähnten Ämtern auch bereits einige private Anbieter die elektronische Signatur ein. "Trotz fortgeschrittener Gesetzgebungen haben es qualifizierte elektronische Signaturen bis heute weder auf nationaler Ebene noch auf internationaler Ebene geschafft, sich in der Praxis durchzusetzen beziehungsweise sich zu etablieren", so der MELANI-Bericht.
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