Swisscom: Wimax kommt für die Grundversorgung derzeit nicht in Frage
Swisscom hat die Wimax-Tests in der Gemeinde Boltigen im Berner Oberland beendet mit dem Resultat unbefriedigend. Die Wimax-Antenne wurde demontiert, den Trial-Kunden wurde ein ADSL-Anschluss installiert.
Swisscom hatte die Drahtlostechnologie unter anderem getestet um herauszufinden, ob Wimax sich für Breitbandanschlüsse in Gebieten eignet, in denen konventionelle Festnetzlösungen nicht möglich sind. Da Swisscom für die Jahre 2008 bis 2017 den Auftrag zur Grundversorgung übernommen hat, ist der Telco verpflichtet, seit Januar alle Bewohner des Landes ungeachtet ihres Standortes mit einem Breitbandanschluss zu versorgen. Laut Swisscom sind heute 98 Prozent der Bevölkerung mit einem Breitbandanschluss ausgestattet. In Gegenden, in denen die DSL-Technologie zu teuer ist, sollen andere Technologien zum Einsatz kommen. „Die Wimax-Technologie kommt aktuell nicht für die Grundversorgung zum Einsatz“, erklärt Swisscom-Sprecher Josef Huber auf Anfrage des Netztickers. Die Abklärungen zum Einsatz von Wimax in der Schweiz hätten bisher gezeigt, dass aktuell weder die Technik noch der Markt genügend reif seien, um Produkte zu lancieren, meinte Huber weiter.
Für Wimax erwarb Swisscom im Juni 2006 für 6,1 Millionen Franken eine Konzession. Bis Ende 2007 hätte Swisscom den kommerziellen Betrieb aufnehmen müssen. Mit dem Bakom werde nun geprüft, was geschehen soll, sagt Huber.
Stattdesssen hat Swisscom mit dem Satellitenbetreiber Eutelsat einen Vertrag für dessen satellitengestützten Breitbanddienst Tooway abgeschlossen. Von der Orbitalposition 13° Ost aus deckt der Satellit Hotbird 6 die Schweiz komplett ab. Den Dienst stellt Bluewin bereit; ein Kunde erhält seine eigene Satellitenschüssel, mit dem auch Telefonieren über den bestehenden Telefonanschluss möglich ist. Die Bluewin-Einrichtungen in Zürich werden über Glasfaser an das von der Eutelsat Breitbandtochter Skylogic betriebene Tooway-Netzwerk-Operationscenter in Turin angeschlossen.
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