T-Online ist zu früh in den schwarzen Zahlen

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Früher als erwartet vermeldet der grösste europäische ISP und Portalbetreiber T-Online das Erreichen der Gewinnschwelle. Im 3. Quartal 2003 erzielte die Internet-Tochter der Deutschen Telekom ein Konzernergebnis von 3 Millionen Euro nach einem letztjährigen Quartalsverlust von 291,8 Millionen Euro. Den Umsatz steigerte das Unternehmen um rund 20 Prozent auf 452,7 Millionen Euro. 9,2 Prozent des Umsatzes (42,3 Millionen Euro) erwirtschaftete T-Online im Ausland, ein Jahr zuvor waren es noch 8 Prozent. Viele Analysten hatten für dieses Quartal mit einem weiteren Verlust und frühestens für das vierte Quartal mit einem Gewinn gerechnet. Der Schritt in die schwarzen Zahlen ist vor allem einer Wertberichtigung der Beteiligung an der Direktbank Comdirect zu verdanken, die zusätzliche 34 Millionen Euro in die Kasse gespült hat. Als Haupttreiber der Umsatzsteigerung identifiziert T-Online das Kundenwachstum: Heute zählt das Unternehmen mit 12,9 Millionen Kunden (in Deutschland 10,57 Millionen) rund eine Million mehr als vor einem Jahr und 231'000 mehr als zu Ende des letzten Quartals. Gestiegen sei vor allem die Zahl der Breitbandzugänge: 200'000 neue Kunden konnte T-Online in diesem Bereich im vergangenen Quartal akquirieren. Damit sind nun 30 Prozent (3,21 Millionen) der T-Online-Kunden in Deutschland per Breitband unterwegs, im Gesamtkonzern liegt die Rate bei 27 Prozent (3,43 Millionen).