Telekom Austria: Re-Verstaatlichung durch Swisscom?

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Zum wiederholten Mal soll Telekom Austria kurz vor dem Verkauf an die Swisscom stehen. Dies berichtete die österreichische Online-Tageszeitung "Die Presse.com" letzten Samstag. Dabei soll Swisscom 15 Euro pro Aktie der Telekom Austria bieten, ein Preis, der 30 Prozent über dem aktuellen Kurs der Aktie liegt. Die Swisscom sei nach wie vor an der Telekom Austria interessiert, bestätigt Swisscom-Pressesprecher Christian Neuhaus gegenüber dem NetzwocheTicker. Den in der Presse bereits verkündeten bevorstehenden Verkauf und den in diesem Zusammenhang zitierten Preis bezeichnet er als Gerücht, welches seitens Swisscom nicht kommentiert werde. Das Finanzministerium und der TA-Hauptaktionär, die Österreichische Industrieholding AG (ÖIAG), lehnten heute Montagmorgen ebenfalls jeden Kommentar dazu ab, berichtet Reuters. In Industriekreisen heisse es zudem, es gebe keine neuen Gespräche: Die ÖIAG habe sich erst vor kurzem festgelegt, vorerst 17 Prozent der Aktien über die Börse zu verkaufen. Sondierungsgespräche zwischen Swisscom und Telekom Austria gab es bereits etliche, diese scheiterten aber allesamt am politischen Widerstand: Die Frage müsse von der österreichischen Politik entschieden werden, erklärte Swisscom-CEO Jens Alder noch Anfang Juni gegenüber Reuters. An welchen politischen Widerständen oder Parteien in Wien die Übernahme genau scheitere, wollte er damals nicht ausführen. Ein Verkauf des von der ÖIAG zur Privatisierung frei gegebenen 17-Prozent-Aktienpakets zu diesem Preis würde dem österreichischen Staat einen Erlös von 1,275 Milliarden Euro bringen. In Österreich stellt man sich nun aber verständlicherweise die Frage, wie die Regierung den Verkauf der Aktien an die Swisscom, die ja selbst zu 60 Prozent dem Schweizer Staat gehört, ihren Bürgern als Akt der Privatisierung verkaufen würde. Ein Kommentator von Die Presse.com spricht bereits von einer Re-Verstaatlichung der Telekom Austria unter dem Schweizerkreuz.