Unbekannte "industrielle Investoren" steigen bei Ascom ein
Ascom gab heute bekannt, dass der auf den Cayman-Inseln ansässige Fonds Trident European Fund seine Beteiligung an Ascom auf weniger als fünf Prozent reduziert hat. Trident European Fund hielt bisher einen Ascom-Anteil von 5,01 Prozent. Gleichzeitig bestätigte der Tessiner Financier Tito Tettamanti gegenüber diversen Schweizer Medien, dass sich seine Sterling Investment am Montag vollständig vom bisherigen Ascom-Anteil von 9,9 Prozent getrennt habe. Beim Käufer soll es sich um einen "industriellen Investor" handeln, wie Tettamanti sagte. Der dritte Ascom-Grossaktionär die Hasler Stiftung hat ihren Anteil von rund 7 Prozent nicht reduziert, wie die NZZ schreibt.
Laut Börsengerüchten soll die österreichische Beteiligungsgesellschaft Victory um Ronny Pecik, Grossaktionärin von Oerlikon (vormals Unaxis), Käuferin der Ascom-Beteiligungen sein. Victory und die Unaxis-Gründerfamilie kämpften 2005 im den Besitz des Technologiekonzerns. Ebenfalls erbittert kämpfte Victory im letzten Jahr um den Besitz von Saurer, der jetzt mit Oerlikon verschmolzen wird. Wie genau Ascom in dieses neue Technologie-Konglomerat passen könnte, ist allerdings nicht klar.
Ascom sagte gegenüber der Presse, dass man noch nichts über den neuen Eigentümer wisse. "Sobald uns etwas vorliegt, werden wir das gemäss Börsengesetz publizieren", erklärte Ascom-Sprecher Daniel Lack gegenüber dem Tagesanzeiger.
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