UNO zeichnet Zürcher E-Voting-System aus
Die UNO hat das E-Voting-Pilotprojekt in Zürich ausgezeichnet. Anlässlich des siebten Globalen Forums der UNO zum Thema "Reinventing Government" in Wien verlieh die UNO dem Kanton Zürich den "Public Service Award". Das Zürcher E-Voting-Systems erhält die Auszeichnung, weil es "einer Inspiration und Ermutigung für andere Tätigkeiten im öffentlichen Sektor sein sollte".
2002 starteten die Kantone Zürich, Genf und Neuenburg in Zusammenarbeit mit dem Bund Pilotprojekte zur elektronischen Stimmeabgabe. Jeder Kanton sollte dabei den Schwerpunkt auf einen bestimmten Bereich des E-Votings setzen. Der Kanton Zürich hatte die Aufgabe, ein zentrales Stimmregister zu erstellen. Zudem testete der Kanton das Abstimmen per Handy. Der Kanton Zürich plant nun in Koordination mit der Bundeskanzlei eine sukzessive flächendeckende Ausweitung des E-Voting-Systems im gesamten Kanton.
Zürich hat zusammen mit dem Kanton Neuenburg an diesem Wochenende weitere E-Voting-Tests durchgeführt. Das Zürcher System wurde zum dritten Mal anlässlich einer eidgenössischen Volksabstimmung eingesetzt. 17'292 in den Zürcher Gemeinden Bertschikon, Bülach und Schlieren wohnhafte Stimmberechtigte hatten die Möglichkeit, ihre Stimme wahlweise konventionell (an der Urne oder brieflich) oder elektronisch über das Internet oder per SMS abzugeben. Die Stimmbeteiligung betrug 31,6 Prozent. 17 Prozent der Stimmen wurden elektronisch abgegeben, davon 904 (97 Prozent) über das Internet und 28 (3 Prozent) per SMS.
Im Kanton Neuenburg war es bereits der fünfte Test anlässlich einer eidgenössischen Volksabstimmung. Maximal 6'000 im Kanton Neuenburg wohnhafte Stimmberechtigte hatten die Möglichkeit, ihre Stimme wahlweise konventionell oder elektronisch über das Internet abzugeben. Zur elektronischen Stimmabgabe zugelassen waren all jene stimmberechtigten Personen, die sich rechtzeitig in den elektronischen Behördenschalter des Kantons Neuenburg "Guichet Unique" eingeschrieben hatten. Die Stimmbeteiligung betrug 47,09 Prozent. 3 Prozent oder 1'494 Stimmen wurden elektronisch abgegeben.
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