Zürcher Amitelo baut GSM-Netz für Island
Amitelo, ein internationaler Voip-Anbieter mit Sitz in Zürich, erhält von der staatlichen Post- und Telekommunikationsbehörde Islands den Auftrag, ein neues GSM-1800-Mobilfuknetz aufzubauen. Die Lizenz sieht vor, dass in einer ersten Phase 80 Prozent der Bevölkerung mit GSM-Diensten abgedeckt werden sollen und in einer zweiten Phase 95 Prozent.
Amitelo hat sich vor allem auf Internettelefonie in Schwellen- und Entwicklungsländern konzentriert und besitzt Tochtergesellschaften in Spanien, Senegal, Marokko, den USA, Kanada, Österreich und Deutschland. Vergangenen Herbst liess der Telco Erfolgsmeldung auf Erfolgsmeldung folgen, bis er im April in einem Bericht des ZDF-Magazins Frontal21 der Anlegermanipulation bezichtigt wurde. Management und Aktienkurs gerieten in der Folge stark unter Druck. Doch bereits Anfang des Monats konnte Amitelo seine Anleger mit einer erneuten Erfolgsmeldung beruhigen: Maroc Télécom hat Amitelo mit der Lieferung von "jährlich mehreren hunderttausend ADSL-Modems und –Routers" beauftragt. Pro Jahr liege das Auftragsvolumen bei 3 Millionen Euro und es gebe die Option auf einen "lukrativen Wartungsvertrag".
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