Zürich zeigt www.ch.ch die rote Karte
Der Regierungsrat des Kantons Zürich hat beschlossen, sich nicht weiter am Guichet virtuel zu beteiligen und die Vereinbarung mit der Bundeskanzlei für den Betrieb von www.ch.ch ab 2005 nicht zu unterzeichnen. In den Erläuterungen des Entscheids verweist der Regierungsrat auf die lange Projektdauer (mehr als vier Jahre) und die hohen Entwicklungskosten (18 Millionen Franken). "Beide Faktoren müssen für ein Projekt dieser Komplexitätsstufe als ungewöhnlich hoch bezeichnet werden, da zumindest in technischer Hinsicht keine überaus hohen Anforderungen an das System gestellt werden." Der Regierungsrat hatte bereits im Rahmen der Vernehmlassung vom Frühjahr 2004 die Unterzeichnung der Vereinbarung für die Betriebsaufnahme des Guichet virtuel ab 2005 an Bedingungen geknüpft. Diese seien nur teilweise erfüllt worden. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis mit jährlichen Betriebskosten von 2,4 Millionen Franken bleibe ungünstig, umso mehr als der Guichet virtuel als Informationsportal keine komplexe Web-Anwendung sei. Im weitern äussert der Zürcher Regierungsrat grundsätzliche Zweifel, ob Portalkonzepte dieses Typs den Bedürfnissen der Internet-Benutzenden heute noch entsprechen, da eine Mehrheit ihre Suche über Suchmaschinen wie Google tätigen und damit unter anderem auch Angebote der Gemeinden auffinden würden.
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