Historischer Taucher im Tablet-Markt
Im Tablet-Markt sind erstmals weniger Geräte ausgeliefert worden. Gründe für den Rückgang, der noch weitergehen soll, gibt es einige.
Im ersten Quartal des laufenden Jahres ist historisches passiert: Erstmals gingen die Auslieferungen von Tablets zurückg. Wie die Analysten von NPD Displaysearch berichten, lieferten die Hersteller im ersten Quartal 56 Millionen Tablet-PCs aus.
Erklärt wird der Rückgang mit verspäteten Launches neuer Geräte einiger Hersteller. Zudem sei die Nachfrage nach 7-Zoll-Geräten in aufstrebenden Märkten und in China gesunken. Davon sollen vor allem chinesische Hersteller von Tiefpreisgeräten betroffen sein.
Als Reaktion senkte NPD Displaysearch die Auslieferungsprognose für das Gesamtjahr auf 285 Millionen Stück. Das wären 14 Prozent weniger ausgelieferte Geräte als noch im Vorjahr. Bis 2017 soll sich das Minus aber wieder im einstelligen Bereich einpendeln. Mit den tieferen Prognosen tun es die Analysten manchen Herstellern gleich, die ihre Businesspläne für 2014 erst kürzlich reduziert hätten.
Hisakazu Torii, Vice President Smart Application Research bei NPD Displaysearch, befürchtet zudem, dass die Auslieferungen weiter abnehmen. Sollten die Hersteller keine attraktiven Einsatzszenarien für Tablets entwickeln, droht eine Verlängerung des Tablet-Ersatzzyklus. Tablets stehen zunehmend in Konkurrenz zu grossformatigen Smartphones, sogenannten Phablets. Stattdessen sollen die Hersteller vermehrt auf Tablets mit 11 Zoll oder grösserem Bildschirm setzen.
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