SBB wollen Rail Control System weiterentwickeln
Die SBB suchen nach Technologiepartnern, um ihr Dispositionssystem auszubauen. Der Auftragsumfang beläuft sich auf 22 Vollzeitpensen über 5 Jahre.
Die Informatikabteilung der SBB sucht in einer Ausschreibung Technologie-Partner für die Weiterentwicklung des Dispositionssystems "Rail Control System" (RCS). Die Leistungserbringung soll innerhalb der Solution-Center-Infrastruktur erfolgen.
Der Auftragsumfang beträgt kumuliert über alle Partner 22 Vollzeitpensen über 5 Jahre. Die Partner müssen laut SBB fähig sein, Projekte zur Integration von RCS auch bei anderen Bahnen in Europa durchzuführen.
Die Leistungserbringung soll voraussichtlich per Januar 2015 beziehungsweise nach Unterzeichnung des Vertrags beginnen.
RCS-Know-how erwünscht
Die SBB suchen für die Erfüllung des Auftrags Unternehmen, die unter anderem mit den Prozessen der Bahnproduktion vertraut sind und über Know-how und Erfahrung in der Integration und Entwicklung von Software verfügen. Zudem sollen sie spezifisches RCS-Know-how aufbauen und pflegen wollen, indem sie eine bestimmte Anzahl von Mitarbeitern im RCS-Know-how zertifizieren lassen.
Der Abruf einer konkreten Dienstleistung soll primär im Rahmen eines Personalverleihs erfolgen. Abrufe im Rahmen eines Auftrags oder Werkes seien möglich, heisst es weiter.
Aufgaben des Rail Control Systems
Seit 2009 nutzen die SBB und andere Infrastrukturbetreiber das RCS laut der SBB-Website als einheitliches und integriertes Dispositionssystem für den Schienenverkehr.
RCS sei eine hocheffiziente, passgenau gebaute Gruppe von Anwendungen, die vom Fahrwegmanagement über das Abbilden der Betriebslage und Disposition bis hin zum Topologiemanagement reiche. Aufgrund der offenen Architektur seien sämtliche Anwendungen vielseitig vernetzt und lieferten Daten sowie Services an über 200 weitere Systeme.
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