Spin-off der Uni Lausanne entwickelt Kommunikations-App
Am Lausanner Projektmanagement-Kongress stand das Thema Innovation im Vordergrund. Forscher der Universität Lausanne präsentierten Coopilot, eine App zur Verbesserung der Kommunikation zwischen Mitarbeitern.
Seit 20 Jahren findet in Lausanne alljährlich der Projektmanagement-Kongress statt. Dieses Jahr wurde der Anlass am 23. und 24. April durchgeführt, wobei das Thema Innovation im Vordergrund stand.
Unter den am Anlass präsentierten Neuerungen stach eine besonders heraus: Die App Coopilot des Uni-Lausanne-Spinn-offs Dorigny. Dabei handelt es sich um ein Tool zur einfachen und intuitiven Kommunikation zwischen Mitarbeitern in Unternehmen. Ziel der sich zurzeit noch im Beta-Stadium befindlichen App ist es, zu verhindern, dass es bei Projekten aufgrund von Kommunikationsschwierigkeiten zu Misserfolgen kommt.
Ausgleich von Wahrnehmungsdifferenzen
Basis für die Entwicklung von Coopilot war ein Forschungsprojekt von Stefano Mastrogiacomo, Management-Dozent an der Uni Lausanne und Experte für angewandte Psycholinguistik. Die App erlaubt es, Wahrnehmungsdifferenzen von Mitarbeitern in Echtzeit zu identifizieren, und das bei jeder Art von Projekt. Alain Giannattasio, Mitarbeiter der Firma Cambridge Technology Partners, die die technische Unterstützung für Coopilot bereitstellt, erklärte die Funktionsweise der App am Projektmanagement-Kongress mit den Worten: "Die Bedienoberfläche von Coopilot besteht aus vier Achsen, entlang derer Projektmitarbeiter ihre Wahrnehmung eines Projekts markieren können."
Dies bedeutet, dass sich Missverständnisse zwischen Projektteilnehmern zeigen, falls die Mitarbeiter sehr unterschiedliche Markierungen setzen. Entsprechend kann reagiert und bei Bedarf sofort Gegenmassnahmen ergriffen werden. Die Achsen, die die App verwendet, sind die folgenden: Gemeinsame Ziele, gegenseitige Verpflichtungen, Ressourcen und Risiken. Das bedeutet für die Mitarbeiter, dass sie evaluieren sollen, inwiefern zum Beispiel die gemeinsamen Ziele klar formuliert sind oder nicht. Oder sie müssen sich überlegen, ob ihnen das Engagement ihrer Mitstreiter ausreicht und ob genügend Ressourcen für ein Projekt zur Verfügung stehen.
Ausbau der App mit Partnern
Zur Zukunft von Coopilot befragt, äusserte sich Alain Giannattasio wie folgt: "Die zweite Forschungsphase wird es uns erlauben, unser Tool zu erweitern. Wir möchten auch Konversationsratgeber entwickeln, die helfen, Missverständnisse sofort nachdem sie mithilfe der App entdeckt wurden aus der Welt zu räumen."
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