Swisscom beendet die 2G-Ära
Mit drei Massnahmen will sich Swisscom für die steigenden Datenraten im Mobilfunknetz wappnen. Zahlreiche Pilotprojekte sind bereits in Arbeit. Auch der Abschalttermin für die 2G-Technologie ist jetzt bekannt.
Swisscom hat seine Pläne zur Stärkung seiner Funknetz-Infrastruktur bekannt gegeben. Wie der Telko in einer Mitteilung schreibt, verdoppelt sich jedes Jahr das Datenvolumen auf dem Swisscom-Mobilfunknetz. Auf dieses Wachstum will der Telko mit drei konkreten Massnahmen reagieren.
Zunächst plant der Telko, in Ballungsräumen und an Orten mit vielen Zugriffen auf das Funknetz spezielle Mobilfunkantennen und Mikrozellen zu installieren. Diese sollen in Festnetzschächten unter Strassen untergebracht werden. Dabei müssen sie starke Temperaturschwankungen und hohem Druck durch den Strassenverkehr standhalten können. Für die Entwicklung arbeitet Swisscom mit Ericsson und dem Antennenhersteller Kathrein zusammen. Einen ersten Feldversuch gibt es bereits in Bern, und demnächst sollen Pilotprojekte in Basel, Lausanne und Zürich folgen. Bei Erfolg zieht der Telko in Erwägung, die Lösung schon 2016 an verschiedenen Orten zu implementieren.
Die 2G-Ära geht 2020 zu Ende
Mit der vor wenigen Wochen bekannt gegebenen Erprobung von LTE Advanced sollen ebenfalls hochfrequentierte Orte besser versorgt werden können. Auch hier arbeitet Swisscom eng mit Ericsson zusammen. Mit der Einführung der 5G-Technologie rechnet Swisscom voraussichtlich ab dem Jahr 2020 nochmals mit erheblichen Steigerungen der Datenraten.
Um genügend Frequenzen für den Ausbau zu haben, wird Swisscom das in die Tage gekommene 2G-Netz abschalten. Ende 2020 steht als Endtermin fest. Momentan läuft nur noch ein Bruchteil des Datenverkehrs über dieses Netz, obwohl es immer noch 30 Prozent der Antennenkapazität benötigt, wie Swisscom weiter schreibt. Für die verbleibenden Nutzer des Netzes will Swisscom ein "attraktives Wechselangebot" machen. Noch sei genug Zeit für die Umstellung.
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