Microsofts Cloud floriert, Windows verliert
Microsoft hat das zweite Quartal seines laufenden Fiskaljahres beendet. Die Zahlen sehen nicht schlecht aus. Doch an einigen Stellen hapert es.
Der Softwarehersteller Microsoft hat im zweiten Quartal seines Geschäftsjahres 2016 knapp 24 Milliarden US-Dollar umgesetzt. Das sind 10 Prozent weniger als im Vorjahresquartal, wie der Konzern mitteilt.
Der operative Gewinn sank im Jahresvergleich von 7,7 Milliarden Dollar auf rund 6 Milliarden. Der Nettogewinn lag bei knapp 5 Milliarden Dollar. Ein Jahr zuvor blieben Microsoft 5,8 Milliarden Dollar.
Umsatzzusammensetzung nach Sparten:
- Cloud: plus 5 Prozent auf 6,3 Milliarden Dollar
- Personal Computing: minus 5 Prozent auf 12,6 Milliarden Dollar
- Productivity & Business Processes: minus 2 Prozent auf 6,7 Milliarden Dollar
- Corporate & Other: die Sparte kostete Microsoft 1,9 Milliarden Dollar
In der Sparte Cloud war Azure das Zugpferd. Der Umsatz sprang laut Microsoft um 140 Prozent. Allerdings in konstanter Währung.
Fast 50 Prozent weniger Umsatz mit Smartphones
Zur Sparte Personal Computing zählt das Surface, Windows und Mobiltelefone. Die Surface-Verkäufe entwickelten sich prächtig. Der Umsatz kletterte – währungsbereinigt – um 29 Prozent.
Bei Microsofts Superstar Windows 10 lief es dagegen nicht so gut. In der Mitteilung zu den Zahlen hebt CEO Satya Nadella zwar hervor, dass Windows 10 auf über 200 Millionen Geräte laufe. Doch der Umsatz ging im Jahresvergleich trotzdem um 5 Prozent zurück.
Noch schlechter lief das Geschäft mit Mobiltelefonen. Der Umsatz sank – währungsbereinigt – um 49 Prozent. 4,5 Millionen Geräte verkaufte Microsoft. Im Jahr zuvor waren es noch über 10 Millionen. Man darf dabei allerdings nicht vergessen, dass Microsoft das Sortiment stark umbaute. Vor einem Jahr war die Auswahl an Lumia-Smartphones grösser. Und es gab viele günstigere Geräte. Heute sieht das anders aus.
Office 365 läuft gut
Insgesamt verkauften Microsoft und Nokia zusammen bisher etwa 110 Millionen Lumia-Geräte. Im gleichen Zeitraum gingen 4,5 Milliarden iOS- und Android-Smartphones über den Ladentisch.
Sorry, Windows Phone. 110m lifetime sales - 4.5bn iOS & Android phones sold in the same period pic.twitter.com/CO03XWhYJg
— Benedict Evans (@BenedictEvans) 28. Januar 2016
In der Sparte Productivity & Business Processes liefen vor allem die Office-Produkte gut. Allen voran Office 365. Der währungsbereinigte Umsatz kletterte laut Microsoft um 70 Prozent. Die Zahl der Abonnenten stieg auf 20,6 Millionen. Woher der tiefere Gesamtumsatz der Sparte rührte, geht aus den Zahlen nicht hervor.
Ständerat sagt Ja zu souveräner KI-Infrastruktur
BLT übernimmt Bereich Smart Mobility von Netcetera
Zahl der Cyberdelikte in der Schweiz geht leicht zurück
Ständerat wünscht sich Digitalisierungsartikel in der Bundesverfassung
KI in der Schweiz: Umsetzung jetzt entscheidend
Klarheit zeigt Wirkung: Wie SRF seine Organisation ausgerichtet hat und weiterdenkt
Man nehme einen C64 und mache daraus einen Bass
TCL eröffnet Preiskampf auf dem Micro-LED-Markt
Hybride Meetings im Jahr 2026: Es kommt nach wie vor auf die Technik an