Roche übernimmt PathAI und stärkt KI-gestützte Diagnostik
Der Basler Pharmakonzern Roche übernimmt PathAI für bis zu 1,05 Milliarden US-Dollar. Mit dieser Akquisition will der Pharmakonzern seine Geschäfte im Bereich der digitalen Pathologie und der KI-gestützten Diagnostik ausbauen.
Roche gibt die Übernahme des US-Unternehmens PathAI bekannt, das auf digitale Pathologie und KI-Lösungen für Labore sowie die Pharmaindustrie spezialisiert ist. für den Zukauf zahlt der Pharmakonzern zunächst 750 Millionen US-Dollar. Durch zusätzliche Meilensteinzahlungen von bis zu 300 Millionen US-Dollar kann die Kaufsumme bis auf 1,05 Milliarden US-Dollar ansteigen. Die Transaktion werde voraussichtlich nach den behördlichen Genehmigungen in der zweiten Jahreshälfte 2026 abgeschlossen sein.
Mit der Übernahme will der Basler Pharmakonzern seine Position im Bereich der digitalen Pathologie festigen. In diesem Geschäftsfeld geht es darum,, die Analyse pathologischer Proben mithilfe hochauflösender Bildgebung und KI zu automatisieren. Diese Technologien könnten die Arbeitsabläufe in Laboren beschleunigen und Klinikern schnellere Ergebnisse liefern können, teilt Roche mit.
Das in den USA gegründete Unternehmen PathAI entwickelt unter anderem die Plattform AISight - ein Bildmanagementsystem mit KI-gestützten Analysefunktionen und Workflow-Orchestrierung für Labore. Roche plant, diese Lösung weltweit innerhalb seiner Diagnostics-Division einzusetzen.
Die beiden Unternehmen arbeiten bereits seit 2021 zusammen. Ihre Partnerschaft wurde 2024 beim Aufbau von KI-Tools zur Unterstützung diagnostischer Verfahren im Bereich zielgerichteter Therapien weiter ausgebaut. Roche geht davon aus, dass die Integration von PathAI auch die Aktivitäten des Konzerns in der Präzisionsmedizin und bei Dienstleistungen für biopharmazeutische Unternehmen stärken wird. Ausserdem sollen die Technologien die Entdeckung von Biomarkern beschleunigen, neue therapeutische Zielstrukturen identifizieren und klinische Studien unterstützen.
Das könnte Sie auch interessieren: Eine Studie zeigte Anfang 2025, dass KI-basierte Diagnosesysteme Spitälern keinen messbaren Vorteil gegenüber herkömmlichen aufzeigen. Lesen Sie hier mehr zu den Studienergebnissen.
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