Busse verhagelt Qualcomms Bilanz
Qualcomm macht deutlich weniger Gewinn. Vor allem eine Strafzahlung belastete die Quartalszahlen.
Qualcomm hat Zahlen zum ersten Quartal seines Geschäftsjahres vorgelegt. Der Chipfabrikant aus den USA, der mit seinen Produkten viele Smartphone-Hersteller beliefert, verzeichnete einen Gewinneinbruch. Er verdiente im esten Quartal 682 Millionen US-Dollar, 54 Prozent weniger als im Jahr zuvor, wie aus dem Quartalsbericht hervorgeht.
Eine Kartellstrafe setzte dem Konzern zu. Südkoreanische Behörden sprachen Ende des vergangenen Jahres eine Busse gegen Qualcomm aus, die der Chiphersteller im Quartalsbericht mit 868 Millionen Dollar veranschlagte. Die Kartellbehörde büsste Qualcomm für unlauteren Wettbewerb im Geschäft mit Patent-Lizenzen, wie etwa Techcrunch berichtete.
Weitere Rechtsfälle sind hängig
Die juristischen Schwierigkeiten des Chipherstellers reissen nicht ab. Jüngst wurde bekannt, dass die US-Handelskommission gegen Qualcomm Klage einreichte. Erneut wird dem Unternehmen Missbrauch der Marktmacht vorgeworfen. Ausserdem verklagte Apple den Chiphersteller in den USA und in China, wie Heise berichtet.
Laut Steve Mollenkopf, CEO von Qualcomm, wurden die rechtlichen Schritte gegen das Unternehmen hauptsächlich durch internationale Handelsstreitigkeiten getrieben. Der Konzern wird sein Geschäftsmodell weiterhin verteidigen, wie Mollenkopf im Quartalsbericht schreibt.
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