Zusammenschluss durch Aktientausch geplant

Abraxas und VRSG wollen fusionieren

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Abraxas und VRSG planen, sich zusammenzuschliessen. Mit der Fusion entstünde der führende IT-Anbieter für die öffentliche Hand mit über 800 Mitarbeitern und einem kumulierten Betriebsertrag von rund 180 Millionen Franken. Die Aktionäre der VRSG müssen dem Vorhaben noch zustimmen.

(Quelle: Fotolia)
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In der Schweizer IT-Szene bahnt sich eine gewichtige Fusion an: Die Verwaltungsräte der Abraxas Informatik AG und der Verwaltungsrechenzentrum AG St. Gallen (VRSG) empfehlen ihren Aktionären den Zusammenschluss der beiden Unternehmen. Als fusioniertes Unternehmen wollen sie künftig unter einem gemeinsamen, noch nicht bestimmten Namen am Markt auftreten. Die Kantone St. Gallen und Zürich, denen Abraxas gehört, sowie die Stadt St. Gallen als grösste Aktionärin des VRSG, hätten dem Vorhaben bereits zugestimmt, schreibt Abraxas in einer Pressemitteilung.

Die übrigen Aktionäre der VRSG hätten nun bis am 30. August 2017 Zeit, zu entscheiden, ob sie dem Zusammenschluss der beiden Unternehmen zustimmen wollen. Die Fusion soll über einen Aktientausch erfolgen, dem die Regierungen der Kantone St. Gallen und Zürich sowie die Stadt St. Gallen bereits zugestimmt hätten. Die übrigen rund 130 Aktionäre der VRSG haben denselben Vorschlag mit einem entsprechenden Angebot zum Aktientausch oder -verkauf erhalten, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

Marktposition stärken und Kontinuität sichern

Die Führungsgremien sähen im geplanten Vorhaben für beide Firmen eine grosse Chance. "Mit dem Zusammenschluss entsteht der führende Anbieter von durchgängigen Informatiklösungen für die öffentliche Hand in der Schweiz", lässt sich Paul Glutz, der Verwaltungsratspräsident der Abraxas, in der Mitteilung zitieren. Das Zusammengehen der beiden auf IT-Lösungen für die öffentliche Hand spezialisierten Dienstleister stehe im Zeichen von Kontinuität und nachhaltigem Wachstum.

"Abraxas und die VRSG ergänzen sich ideal. Ein Zusammenschluss stärkt die Perspektiven beider Unternehmen, schafft nachhaltigen Mehrwert für Kunden und Aktionäre und sichert Arbeitsplätze in der Schweiz", lässt sich Eduard Gasser, Verwaltungsratspräsident der VRSG, in der Mitteilung zitieren. Am Aktienkapital der VRSG sind rund 130 Städte und Gemeinden in den Kantonen SG, ZH, TG und GR sowie die Kantone SG, ZH, TG und AR beteiligt.

Die Leitungsgremien beider Unternehmen würden nun die nötigen Massnahmen planen, um die Kontinuität insbesondere in laufenden Projekten auch während einer anstehenden Integrationsphase zu gewährleisten. Auch alle aktuellen Kunden- und Lieferantenverträge der beiden Firmen behalten demnach ihre Gültigkeit.

Holding für Integration

Um eine "möglichst reibungslose Fusion der beiden Firmen" zu einem neuen Unternehmen zu gewährleisten und dabei das operative Geschäft der Unternehmen nicht zu beeinträchtigen, ist die Gründung einer Abraxas-VRSG Holding AG mit Sitz in der Stadt St. Gallen als Übergangsgesellschaft geplant. Abraxas und VRSG werden als Tochterunternehmen der Holding geführt, bis alle Transaktionen im Zusammenhang mit der Integration abgeschlossen sind.

Die Holding und die beiden Tochterunternehmen sollen von einem Verwaltungsrat und einer Geschäftsleitung geführt werden. Verwaltungsratspräsident soll Eduard Gasser werden (aktuell VRSG). Als CEO ist Reto Gutmann (aktuell Abraxas), als stellvertretender CEO Peter Baumberger (aktuell VRSG) und als CFO Rolf Lichtin (aktuell Abraxas) vorgesehen.

Ob der Zusammenschluss der Abraxas und der VRSG definitiv zustande kommt, entscheidet sich in den nächsten Wochen und ist auch abhängig von den weiteren Aktionären der VRSG. VRSG-VR-Präsident Gasser ist aber "zuversichtlich, dass unsere Aktionäre den guten Argumenten für einen Zusammenschluss folgen und unser Vorhaben unterstützen werden". Über die weiteren Schritte will Gasser informieren, "sobald von allen Aktionären eine verbindliche Antwort eingegangen ist".

Mit dem Zusammenschluss entsteht ein IT-Dienstleister mit über 800 Mitarbeitern und einem laut Mitteilung kumulierten Betriebsertrag von rund 180 Millionen Franken.

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