Editorial

Halbzeit!

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George Sarpong, stellvertretender Chefredaktor, Netzwoche
George Sarpong, stellvertretender Chefredaktor, Netzwoche

Die ersten sechs Monate des Jahres sind vorüber. Es ist Halbzeit. Mit der Sommersession des Parlaments ging auch die erste Hälfte der aktuellen Legislaturperiode zu Ende. Was haben die Politiker in dieser Zeit für die ICT-Branche getan? Die Redaktion nahm die Leistungen von Politikern, Parteien und Verbänden unter die Lupe. Die Bilanz: Die Digitalisierung hat die politische Ebene nicht nur erfasst, sondern fest im Griff. Bildungs-, Gesundheits-, Wirtschafts-, Sicherheitspolitik und Verwaltung: In allen Bereichen gab es Motionen, Interpellationen und Anfragen mit ICT-Hintergrund. Schön zu sehen ist auch, dass Politiker des gesamten Parteienspektrums kooperieren. Denn nur wenn die politischen Akteure an einem Strang ziehen, können sie rasch handeln. Die Digitalisierung schreitet schnell voran. Da bleibt für lange politische Debatten wenig Zeit, wenn die Schweiz international technisch und wirtschaftlich vorne mitmischen will.

Die "Netzwoche"-Redaktion verabschiedet sich mit dieser Ausgabe in die Sommerpause. Bis zum 15. Juli informieren wir Sie täglich online und via Netzticker. Ab dem 2. August ist das Redaktionsteam mit frischen Kräften wieder für Sie da. – Nur einer nicht. Ich. Ab August werde ich bei einem anderen Schweizer ICT-Medium recherchieren, schreiben und produzieren. Ich bleibe der Branche also treu. Wieso auch wechseln? Es gibt kaum ein spannenderes Feld für einen Journalisten.

Eine Firma, die mich in den zweieinhalb Jahren bei der "Netzwoche" begleitete, ist Allthings. Als ich vor gut zwei Jahren aus der "IT-Markt"- in die "Netzwoche"-Redaktion gewechselt war, führte mich mein erster Event-Besuch nach Basel. Stefan Zanetti präsentierte eine Smarthome-App seiner Firma (damals Qipp), für die er und sein Team kurze Zeit später am Mobile World Congress in Barcelona ausgezeichnet wurden. Im vergangenen November führte ich erneut ein Interview mit Zanetti. Seine Firma hatte einen neuen Namen, Investoren und expandierte in Deutschland in einem atemberaubenden Tempo. Bis ich das Gut-zum-Druck für das Interview erhielt, verging ein halbes Jahr. Ich musste den Artikel umschreiben. So viel war bei Allthings inzwischen passiert. Die Entwicklung von Firmen wie Allthings begleiten zu können, das ist es, was die Arbeit als IT-Journalist in der Schweiz so spannend, bereichernd und erlebnisreich macht.

In meinen sechseinhalb Jahren bei den Netzmedien durfte ich das journalistische Handwerk von der Pike auf lernen. Bei Chefredaktor Marc Landis möchte ich mich an dieser Stelle herzlich für seine Begleitung als Mentor während dieser Zeit bedanken. Genauso wie bei den anderen Kolleginnen und Kollegen aus Redaktion, Korrektorat, Layout, Digital-Media-Management, Verkauf, Administration und Geschäftsleitung. Und natürlich bei Ihnen, den Lesern der "Netzwoche".

Nach der Sommerpause wird Christoph Grau meine Funktion als stellvertretender Chefredaktor der "Netzwoche" übernehmen. Gerne empfehle ich an dieser Stelle seine Reportage "China als digitaler Vorreiter", die Titelgeschichte der Ausgabe 05/2016. Ich wünsche Christoph 非常成功 (viel Erfolg)!

Den Lesern der «Netzwoche» wünsche ich viel Lesevergnügen und einen erholsamen Sommer!

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