Kanton Zürich legt Grundzüge seiner ICT-Strategie fest
Erste Eckpfeiler der künftigen IT-Organisation hat der Zürcher Regierungsrat jetzt festgelegt. Eine Überprüfung der kantonalen Informatik hatte 2016 grössere Mängel offengelegt.
Der Zürcher Regierungsrat hat an seiner Sitzung vom Mittwoch die wichtigsten Punkte der neuen kantonalen ICT-Strategie festgelegt. Das strategische Steuerungsgremium müsste neu bestimmt werden, teilt die Kantonsregierung mit. Das Gremium soll auch die Digitalisierung der Verwaltung steuern, heisst es in der Mitteilung.
Zweitens will die Zürcher Exekutivbehörde die ICT-Grundversorgung zentralisieren. Die Grundversorgung schliesst unter anderem Hardware, Software, Drucker und Support ein. Dies zentral zu organisieren, werde mehrere Jahre dauern.
Ein dritter Pfeiler der neuen Strategie betrifft die Fachapplikationen. Die Verantwortung dafür lag bisher bei den Direktionen und der Staatskanzlei. Dies soll auch so bleiben, wie es weiter heisst.
Die Rechenzentren bilden den vierten Grundpfeiler. Es soll nur noch zwei Standorte für sie geben. Das Vorgehen dazu werde in einem separaten Beschluss festgelegt.
Konkretisierung wird noch diskutiert
Die Details werden erst bis zum Frühjahr 2018 ausgearbeitet. Dann soll die neue ICT-Strategie zur Verabschiedung vorliegen.
Die IT-Führung und -Organisation des Kantons Zürich hatte scharfe Kritik von der Geschäftsprüfungskommission (GPK) einstecken müssen. Die GPK hatte dem Kanton Zürich fehlendes Bewusstsein und Verantwortungslosigkeit vorgeworfen. Die Zürcher Regierung hatte daraufhin den externen Wirtschaftsprüfer BDO engagiert, der Ende 2016 einen dicken Bericht publiziert hatte. Als verbesserungsbedürftig hatte die BDO darin insbesondere den Bereich Applikationen genannt. Wesentliche Voraussetzungen für eine systematische, wirtschaftliche und koordinierte Entwicklung und Beschaffung von Anwendungen seien nicht erfüllt, schrieb die BDO damals.
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