Swisscom- und MSM-Research-Studie

Digitalisierung in den Spitälern nimmt Tempo auf

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Eine von Swisscom und MSM Research durchgeführte Studie kommt zum Schluss, dass die Digitalisierung in Schweizer Spitälern an Fahrt aufnimmt. Die Einführung des elektronischen Patientendossiers wirkt dabei als Katalysator.

(Source: sasint / Pixabay)
(Source: sasint / Pixabay)

Für ihre Studie zu E-Health 2017 haben die Swisscom und MSM Research 44 Schweizer Spitäler, Heime und Kliniken befragt. Die Digitalisierung in den Spitälern nehme Tempo auf, teilt Swisscom mit. 70 Prozent der Kliniken und Heime hätten bereits eine E-Health-Strategie oder würden daran arbeiten. 60 Prozent der Häuser hätten die E-Health-Verantwortung in der Organisation oder in einem Projektteam verankert. Die Umsetzung von ICT-Projekten erfolge bei 40 Prozent mit Unterstützung von externen Partnern. Der Anteil werde sich bis 2019 auf 55 Prozent steigern, prognostiziert Swisscom, die selbst als einer der möglichen Partner auftritt.

Die Studie lässt schliessen, dass die Einführung des elektronischen Patientendossiers (EPD) den Prozess der Digitalisierung als Katalysator vorantreibe. Die gesetzlich vorgeschriebene Einführung des EPD innerhalb der nächsten drei Jahre gebe den Kliniken einen engen Zeitplan vor, sagt die Swisscom. Die Mehrheit der befragten Häuser verbinde aber mit dem Begriff E-Health weit mehr als das EPD - nämlich die Digitalisierung aller Prozesse, von der Datenerfassung über den Datenaustausch bis zur Archivierung. "Mit der technischen Infrastruktur des EPD können die Spitäler zusätzlich neuartige digitale Prozesse abwickeln, die ihre Effizienz entscheidend steigern", sagt Thomas Bachofner, CEO von Swisscom Health.

Die Hoffnung von 72 Prozent der Befragten auf eine Steigerung der Effizienz durch E-Health wird sich also womöglich erfüllen. 69 Prozent hoffen zudem auf eine bessere Kommunikation und 47 Prozent auf mehr Transparenz von Prozessen. Sicherheitsaspekte halten 47 Prozent der Befragten für den grössten Hemmschuh im Bereich E-Health - die Spitäler dürften daher viel Wert auf Security-Kompetenzen und Vertrauenswürdigkeit externer Partner legen.

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