Boom im Markt für Speicherchips soll vorbei sein
Der Speicherchipmarkt soll 2018 relativ stabil bleiben. NAND wir bald im Überfluss verfügbar und etwa 10 Prozent billiger sein; DRAM wird knapper und damit etwa neun Prozent teurer.
Seit Mitte 2016 profitiert der Markt für Speicherchips von einem ungebrochenen Boom. 2017 etwa wuchs der Markt um 70 Prozent auf 122 Milliarden US-Dollar - insbesondere dank Smartphones. Smartphone-Hersteller verbrauchen etwa einen Drittel der global produzierten Memory Chips. Nun soll der Boom jedoch vorbei sein, wie die Nachrichtenagentur Reuters schreibt.
Im letzten Quartal 2017 sanken die Preise für High-End-Flash-Speicherchips um fünf Prozent. Einige Analysten gehen jetzt gemäss Reuters davon aus, dass die Wachstumsrate auf 30 Prozent fallen soll. Ein plötzlichen Crash soll es jedoch nicht geben. Insgesamt werde 2018 relativ stabil verlaufen laut den Vorhersagen.
Der Markt schwankt allerdings seit eh und je zwischen Überfluss und Engpässen. Ein baldiger Überschuss von NAND-Chips soll laut dem Bericht etwa zu einer Preissenkung von 10 Prozent führen. Im DRAM-Segment rechnen die Analysten hingegen mit einem bevorstehenden Engpass, der die Preise um etwa neun Prozent hinauftreiben soll.
DRAM-Hersteller würden nun ihre Produktion hochfahren und dafür wahrscheinlich insgesamt Investitionen in der Höhe von 38 Milliarden US-Dollar für 2017 und 2018 tätigen. 2016 waren es nur 10 Milliarden Dollar. Weil die Chips dann wiederum bald im Überfluss produziert werden, könnten die Preise nächstes Jahr um bis zu 18 Prozent sinken, sagte Investmentfirma Nomura gegenüber Reuters.
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