Zattoo zieht sich zum Teil zurück
Zattoo zieht sich aus den Märkten Grossbritannien, Spanien und Dänemark zurück. Der Zürcher TV-Streaming-Anbieter will sich fortan auf die Schweiz und Deutschland fokussieren. Im B2B-Segment verfolgt das Unternehmen allerdings weiterhin ambitionierte Pläne.
Der Zürcher TV-Streaming-Anbieter Zattoo stellt sein B2C-Angebot in Grossbritannien, Spanien und Dänemark ein. In diesen drei Ländern zieht das Unternehmen Anfang Mai den Stecker, wie es mitteilt.
Fortan möchte sich Zattoo mit seinem B2C-Angebot auf die Schweiz und Deutschland konzentrieren. Hier will Zattoo zahlende Abonnenten hinzugewinnen. "Darüber hinaus bieten wir Werbetreibenden mit Dynamic Ad Insertion ein innovatives TV-Werbeformat, nämlich die Einbindung von TV-Spots in den Live-Stream", lässt sich Nick Brambring, CEO von Zattoo, in der Mitteilung zitieren.
Streaming-Anbieter sucht Netzbetreiber
2007 hatte Zattoo sein Streaming-Angebot in Grossbritannien, Spanien und Dänemark gestartet. Laut Mitteilung gab es für die dortigen Nutzer aufgrund lizenzrechtlicher Rahmenbedingungen nur einen eingeschränkten Service. In Grossbritannien etwa konnten Zattoo-Nutzer ihr Fernsehprogramm nur über den Computer streamen und nicht auf mobilen Geräten. In Dänemark bot Zattoo den Service ausschliesslich als Bezahl-Abonnement an und nicht als kostenlose Variante.
Im B2B-Segment verfolgt Zattoo allerdings weiterhin Expansionspläne, wie Brambring in der Mitteilung schreibt. Im Markt für Geschäftskunden will sich der Streaming-Anbieter als Technologie-Partner für Netzbetreiber etablieren. "Wir haben mit Hotwire bereits unseren ersten US-Kunden und haben Anfang des Jahres unseren Standort in Singapur eröffnet", ergänzt Brambring.
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