Jahresbilanz

Die Hypi Lenzburg wächst - auch mit digitalen Initiativen

Uhr | Aktualisiert

Die Hypothekarbank Lenzburg hat ihr Geschäftsjahr bilanziert. Im Jahresbericht fällt auf, wie stark die Bank auf digitale Projekte setzt. Etwa mit dem Kernbankensystem Finstar, das für die Bank immer wichtiger wird.

(Source: Stauke / Fotolia.com)
(Source: Stauke / Fotolia.com)

Die Hypothekarbank Lenzburg hat im Jahr ihres 150-jährigen Bestehens einen Gewinn von 20.8 Millionen Franken erzielt. Das sind 2.9 Millionen mehr als im Vorjahr, ein Plus von 3,7 Prozent.

Open Banking und Blockchain

"Unsere Vision ist es, zusammen mit Partnerunternehmen ein einzigartiges digitales Ökosystem zu schaffen", heisst es in der Medienmitteilung. "Darüber hinaus wollen wir die Chancen wahrnehmen, KMU-Kunden zu begleiten, deren Geschäftsmodell thematisch mit Blockchain-Technologie verbunden ist." Was hinter dem Vorhaben steckt, verrät CEO Marianne Wildi im Gespräch.

Man arbeite intensiv an der Weiterentwicklung der Digitalisierung von Dienstleistungen, insbesondere über die Open-Banking-Schnittstelle von Finstar, heisst es in der Mitteilung. Die Einnahmen mit Servicedienstleistungen für Dritte und dem Kernbankensystem Finstar entwickeln sich gemäss der Bank zu einem wichtigen Standbein. Sie investierte laut eigenen Angaben 6.2 Millionen in Projekte und die Weiterentwicklung von Finstar.

Der Ergebnisbeitrag aus Finstar stieg um 21 Prozent beziehungsweise 0.8 Millionen auf 4.5 Millionen Franken und avancierte damit nach dem Zinsdifferenzgeschäft und dem Kommissionsgeschäft zur drittgrössten Ertragsquelle.

Kooperationen mit Start-ups

Die Bank setzte letztes Jahr noch weitere digitale Initiativen um. Zum Beispiel einen virtuellen Geldautomaten, über den Sie hier mehr lesen können. Mit dem Fintech-Unternehmen Taxlevel habe man zudem ein neues Steuermodul in sein System integriert, schreibt die Bank. Ab 2019 will die Bank ausserdem eine digitale Abwicklung von Hypothekarkrediten anbieten, in Kooperation mit dem Schweizer Immobiliendienstleister Avobis. Mehr über diese Partnerschaft lesen Sie in diesem Artikel.

Die Redaktion berichtete zudem über eine Kooperation mit dem Start-up Neon Switzerland. Es entwickelt eine App, die nun in Finstar integriert ist. Die Hypothekarbank Lenzburg spricht in diesem Zusammenhang vom "ersten reinen Smartphone-Konto der Schweiz". Man sei zudem Abwicklungspartner des Fintech-Start-ups Deposit Solutions, über das die Redaktion ausführlich berichtete.

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